Ysop

Ysop (lat. Hyssopus) ist eine Gattung krautiger Pflanzen und Halbsträucher aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Natürliches Verbreitungsgebiet — Westasien, Nordafrika, Süd-, Ost- und Mitteleuropa.
Heutzutage wird die Pflanze in fast ganz Europa, Russland und den USA weit verbreitet angebaut. Als Heimat des Ysop gelten der Mittelmeerraum und die südlichen Regionen Kleinasiens.
Merkmale der Kultur Ysop ist eine krautige Pflanze oder ein stark verzweigter Halbstrauch mit einer Höhe von 20 bis 90 cm. Das Wurzelsystem ist Pfahlwurzel, die Hauptwurzel ist holzig. Die Stängel sind zahlreich, zweigförmig, kahl oder mit kurzen Haaren bedeckt, tetraedrisch, an der Basis oft verholzt. Die Blätter sind sitzend, lanzettlich, ganzrandig, gegenständig angeordnet, die Ränder sind leicht gebogen. Im Vergleich zu den unteren Blättern sind die oberen deutlich kleiner.
Die Blüten sind weiß, rosa oder dunkelblau, in länglichen, falsch quirligen oder ährenförmigen Blütenständen gesammelt und sitzen in den Blattachseln. Der Kelch ist zweifarbig: außen lila, innen hellgrün. Die Krone ist zweilippig. Die Frucht besteht aus vier dunkelbraunen Nüssen mit dreieckiger, eiförmiger Form. Die Samen bleiben 3-4 Jahre lang keimfähig.
Ysop blüht von Juli bis September. Die Früchte reifen im August-September. Alle Pflanzenteile haben ein angenehmes Aroma und einen bitter-würzigen Geschmack. Ysop ist kältebeständig und dürreresistent und wird praktisch nicht von Schädlingen befallen, da er ätherische Öle enthält, die Insekten abwehren.
Wachstumsbedingungen
Was die Wachstumsbedingungen betrifft, ist Ysop anspruchslos. Bevorzugt mäßig feuchte, kalkhaltige, lockere Böden. Die Kultur akzeptiert keine salzhaltigen und sumpfigen Gebiete sowie Gebiete mit dichtem Grundwasser. Ysop ist lichtliebend und entwickelt sich am besten an offenen, sonnigen Standorten. Eine leichte Verschattung ist nicht verboten. Dauerschatten verträgt die Pflanze nicht.
Fortpflanzung und Pflanzung
Ysop wird durch Samen, Stecklinge und Teilen des Busches vermehrt. Samen bedürfen keiner vorbereitenden Vorbereitung. Am häufigsten werden Pflanzen durch Setzlinge angebaut. Die Aussaat erfolgt im März in Gewächshäusern oder Setzlingskästen. Die Saattiefe beträgt 0, 5-1 cm. Die Triebe erscheinen am 10.-12. Tag. Sämlinge werden Ende Mai im Freiland gepflanzt; Der Abstand zwischen den Pflanzen sollte 40-45 cm betragen. Die direkte Aussaat von Ysop in den Boden ist nicht verboten.
Aus Sämlingen gezogene Pflanzen wachsen im ersten Jahr eher langsam; in den Folgejahren verzweigen sich die Halbsträucher stark, blühen üppig und tragen Früchte. Ysop wird alle 3–4 Jahre geteilt. Junge Stecklinge wachsen schnell und liefern eine gute Ernte an frischem Grün. Stecklinge werden selten verwendet. Sie werden im Frühjahr geschnitten und zur Bewurzelung in ein Substrat aus fruchtbarer Erde und Sand gepflanzt. Die Stecklinge wurzeln recht schnell.
Pflege: Die Pflege umfasst Jäten, Auflockern der Zwischenräume, Gießen und Düngen. Im ersten Jahr ist eine intensive Unkrautbekämpfung erforderlich; danach ist das Jäten nicht mehr sehr zeitaufwändig. Ysop verträgt einen Rückschnitt gut. Nach jedem Schnitt sollte mit einem mineralischen Volldünger gedüngt werden. In Zentralrussland werden die Pflanzungen mit einer dicken Schicht Torf, Humus oder Sägemehl abgedeckt. Die Pflanze ist selten von Krankheiten und Schädlingen befallen, vorbeugende Maßnahmen sind jedoch notwendig.
Ernte
Ysopblätter zum Trocknen werden während der Hauptblütezeit geerntet. Dann enthalten die Pflanzen die größte Menge an ätherischem Öl. Junge Ysoptriebe können die ganze Saison über geerntet werden. Bei richtiger Pflege und günstigen Wachstumsbedingungen entwickelt Ysop schnell eine kräftige grüne Masse.
Verwendung
Ysop findet breite Anwendung in der Volksmedizin und Küche. Getrocknete und frische junge Ysoptriebe verströmen ein angenehmes Salbeiaroma. Sie werden als Gewürz für Vorspeisen, Hauptgerichte und kalte Vorspeisen verwendet. Ysop dient auch zur Zubereitung eines speziellen Stärkungsmittels für ältere Menschen. Ysop eignet sich für Eintöpfe, Marinaden, Kartoffeln, Salate und verschiedene Fischgerichte.
Getrocknete Ysopblätter un d-öl werden in der Parfümherstellung verwendet. Die medizinischen Eigenschaften von Ysop ähneln denen von Salbei. Er ist hilfreich bei Verstopfung, Verdauungsstörungen, Anämie, Bronchitis und Darmkatarrh. Getrocknete Pflanzenteile werden häufig bei Asthma bronchiale, Neurosen, Rheuma, übermäßigem Schwitzen, chronischer Colitis, Blähungen, Angina pectoris und anderen Beschwerden eingesetzt. Ysop-Aufgüsse un d-Abkochungen dienen als Augenspülungen sowie zum Gurgeln und Mundspülen.
Ysop — Wohltuende Eigenschaften






