Araukarien

Araukarien (lateinisch: Araucaria) sind eine Gattung immergrüner Bäume aus der Familie der Araukariengewächse (Araucariaceae). Die Gattung umfasst über 30 Arten. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Südamerika, Australien, die Pazifikinseln, Neuguinea und Neukaledonien. In Russland werden derzeit nur zwei Arten kultiviert.
Häufige Arten und ihre Merkmale
*Araucaria angustifolia (lateinisch: Araucaria angustifolia) ist eine Art großer Bäume, die bis zu 50 m hoch werden und schlanke, überhängende Äste haben. Die Blätter sind hellgrün, bis zu 5–6 cm lang und lineal-lanzettlich. In Russland wird diese Art als Zimmerpflanze gehalten. In Brasilien ist Araucaria angustifolia ein wichtiger Nutzholzbaum; sein Holz wird als Baumaterial für Möbel und andere Konstruktionen sowie für Musikinstrumente verwendet. *Die Heterophylla (Araucaria heterophylla) ist ein majestätischer Baum mit einer schönen, pyramidenförmigen Krone und abblätternder, bräunlich-brauner Rinde. Die Blätter sind hellgrün, klein, pfriemenförmig, weich und nadelartig und spiralförmig angeordnet.
Die Säulen-Araukarie (Araucaria columnaris) ist ein hoher Baum mit einer schmalen, pyramidenförmigen Krone. Die Äste sind relativ kurz, quirlständig angeordnet und wachsen fast rechtwinklig vom Stamm ab. Äußerlich ähnelt die Säulen-Araukarie der vorherigen Art, unterscheidet sich jedoch in der Textur und Form der Blätter. Araukarien wachsen vorwiegend in Ländern mit tropischem und subtropischem Klima. In Russland ist die Pflanze nur in Gewächshäusern erhältlich. *Die Chilenische Kiefer (Araucaria araucana) ist eine Baumart mit einer abgerundet-kegelförmigen Krone, die mit zunehmendem Alter schirmförmig wird. Die Äste sind lang, nach oben gebogen und in Quirlen von 6–7 angeordnet. Die Blätter sind hellgrün, groß, steif, glänzend und spiralig angeordnet. Die Pflanze zeichnet sich durch langsames Wachstum und Sonnenliebe aus.
Wachstumsbedingungen
Diese Pflanze bevorzugt helle Standorte mit nährstoffreichen, mäßig feuchten und durchlässigen Böden. Sie verträgt keine kalkhaltigen, staunassen oder salzhaltigen Böden. Die meisten Arten sind wärmeliebend, einige vertragen Temperaturen bis z u-15 °C.
Vermehrung
Die Araukarien werden durch Samen und halbverholzte Stecklinge vermehrt. Die Samen werden direkt nach der Ernte ausgesät; sie sollten nicht gelagert werden, da sie schnell ihre Keimfähigkeit verlieren. Säen Sie einen Samen pro Topf. Die Töpfe werden mit einem Gemisch aus Sand und Torf, angereichert mit Holzkohle, gefüllt. Nach der Aussaat wird die Erde in den Töpfen gründlich befeuchtet und mit einer dünnen Schicht Sphagnummoos bedeckt. Die Sämlinge werden bei einer Lufttemperatur vo n-20 °C (-68 °F) im Haus gehalten. Die ersten Triebe erscheinen nach zwei Wochen. Die Sämlinge sind nicht einheitlich und können bis zu zwei Monate zum Keimen benötigen. Sobald das Wurzelsystem der Sämlinge den gesamten Wurzelballen durchwurzelt hat, werden sie in größere Töpfe umgepflanzt.
Die Vermehrung durch halbverholzte Stecklinge erfolgt im zeitigen Frühjahr. Die Stecklinge werden von gesunden Trieben, 3 cm unterhalb des Blattquirls, geschnitten. Die Stecklinge werden 24 Stunden lang in einem kühlen Raum aufbewahrt, anschließend mit Wachstumsförderern behandelt und mit Holzasche bestäubt. Sie werden in Töpfe mit einem feuchten Substrat aus gleichen Teilen Sand und Torf gepflanzt. Decken Sie die Stecklinge mit einem durchsichtigen Glas oder einer anderen geeigneten Abdeckung ab. Für eine erfolgreiche Bewurzelung sollte die Raumtemperatur etwa 25–26 °C betragen. Unter optimalen Bedingungen erfolgt die Bewurzelung in 60–70 Tagen.
Pflege
In Russland ist der Anbau dieser Pflanze im Freien sehr schwierig, obwohl er in südlichen Regionen durchaus möglich ist. Die Araukarie kann auch als Zimmerpflanze gehalten werden. Es ist wichtig, alle Wachstumsbedingungen zu beachten, da die Araukarie sonst absterben kann, ohne ihre volle Pracht zu entfalten. Gießen Sie die Pflanzen regelmäßig, aber achten Sie darauf, sie nicht zu übergießen. Staunässe im Stammbereich ist unerwünscht. Austrocknen des Bodens ist für Araukarien gefährlich. Düngen ist unerlässlich. Hierfür empfiehlt sich die Verwendung von kalziumreichen Volldüngern. Auch die Düngung mit Königskerzenaufguss ist vorteilhaft.
ARAUKARIIE | Alle Geheimnisse der Pflege zu Hause
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