Kirsche

Die Kirsche (lateinisch: Cerasus) ist eine beliebte Beerenpflanze; ein Strauch oder Baum aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Ihre ursprüngliche Heimat sind der Transkaukasus und einige asiatische Länder.
Merkmale der Pflanze
Kirschbäume sind Sträucher oder Bäume, die eine Höhe von bis zu 6 m erreichen. Sie besitzen ein großes Wurzelsystem mit Skelett- und Faserwurzeln, die bis zu 200 cm tief reichen. Der Stamm ist gerade und mit grauer oder graubrauner Rinde bedeckt. Es gibt drei verschiedene Kirschtriebe.
Die Blätter sind länglich, am Rand gesägt, zugespitzt, elliptisch, grün und gestielt. Die Blüten sind klein, schneeweiß oder rosa und stehen in doldenförmigen Blütenständen. Die Früchte sind runde Steinfrüchte und können eine große Farbvielfalt aufweisen.
Standortbedingungen
Kirschbäume sind sonnenliebende Pflanzen und gedeihen am besten auf fruchtbaren, leichten, lockeren und alkalischen Böden. Sie vertragen keine sandigen, salzhaltigen oder steinigen Böden sowie Gebiete mit flachem Grundwasser und Niederungen mit stehender Kaltluft. Viele Kirschsorten sind winterhart und vertragen Temperaturen bis z u-30 °C problemlos. Wechselnde Frost-Tau-Wärme sind gefährlich für Kirschen. Kirschblüten sterben be i-2 °C und Fruchtknospen be i-1 °C ab. Die Blütezeit dauert 7–10 Tage.
Vermehrung und Pflanzung
Kirschbäume werden durch Stecklinge, Veredelung, Wurzelausläufer und Samen vermehrt. Die Aussaat erfolgt Anfang September, und die daraus entstehenden Sämlinge werden ein Jahr später ins Freiland verpflanzt. Wurzelausläufer und Stecklinge werden gepflanzt, und auch Veredelungen erfolgen im zeitigen Frühjahr, bevor der Saftfluss einsetzt. Hobbygärtner pflanzen häufig einjährige Sämlinge mit Seitentrieben. Die Pflanzlöcher für Kirschbäume werden im Voraus vorbereitet. Die Pflanzlöcher sollten mindestens 40–45 cm im Durchmesser und 50 cm tief sein. Die ausgehobene Erde wird mit Humus, Phosphor- und Kaliumdünger vermischt. Ein Teil dieser Mischung wird in das Pflanzloch gefüllt und zu einem kegelförmigen Hügel geformt.
Die Setzlinge werden in die Pflanzlöcher gesetzt, die Wurzeln vorsichtig ausgebreitet, die Hohlräume mit der restlichen Erde aufgefüllt, angedrückt, gegossen und gemulcht. Wichtig: Der Wurzelhals sollte 3–4 cm über der Erdoberfläche liegen.
Pflege
Die Pflege von Kirschen besteht aus mehreren obligatorischen Verfahren. Es ist notwendig, den Boden in der Baumstammzone regelmäßig zu jäten, da die Kultur keine Konkurrenten im Kampf um Wasser toleriert. Die Lockerung erfolgt monatlich, jedoch nicht tiefer als 5 cm am Stamm selbst und 15 cm am Rand der Krone. Auch Kirschen müssen regelmäßig gegossen werden; Staunässe ist unerwünscht; Besonders zum Zeitpunkt der Beerenbildung und nach der Ernte ist eine Bewässerung erforderlich.
Die Ernte erfordert auch eine rechtzeitige Düngung: Die erste erfolgt mit komplexen Mineraldüngern (unmittelbar nach der Blüte), die zweite im Herbst mit verrottetem Mist oder Kompost. Das Beschneiden ist einer der wichtigsten Eingriffe. Der Formungs- und Ausdünnungsschnitt erfolgt im zeitigen Frühjahr.
Schädlings- und Krankheitsbekämpfung
Kirschen sind häufig von verschiedenen Krankheiten betroffen. Die häufigsten Pflanzenkrankheiten sind Weißrost, Clasthesproose und Fruchtfäule. Zur Vorbeugung empfiehlt es sich, regelmäßig mit Bordeaux-Mischung zu besprühen, dabei betroffene Äste zu entfernen, abgefallenes Laub zu harken und zu verbrennen.
Ungebetene Gäste, die Schäden an Kirschsträuchern verursachen, sind folgende Schädlinge: Kirschblattwespe, Kirschfliege, Schildläuse, Rüsselkäfer usw. Werden Schädlinge entdeckt, werden die Büsche mit zugelassenen Chemikalien behandelt.
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Kirschkirsche



