Jungferntrauben

Die Jungferntraube (lat. Parthenocissus) ist eine Gattung laubabwerfender und immergrüner Reben aus der Familie der Weintrauben. Die Gattung umfasst etwa 12 Arten, die in Nordamerika, im Himalaya und in Asien verbreitet sind.
Einige Arten werden zur Dekoration von Hauswänden, Nebengebäuden und Zäunen verwendet; ihre Beeren sind ungenießbar. Als häufigste davon gilt die fünfblättrige Jungferntraube oder Virginia-Traube (lat. Parthenocissus quinquefolia). Ein besonderes Merkmal jungfräulicher Trauben ist ihre Fähigkeit, ohne Bestäubung Beeren zu bilden.
Merkmale der Kultur
Die Jungferntraube ist eine große Kletterpflanze mit einer Länge von bis zu 20 m. Die Triebe sind vollflächig mit dichter Rinde bedeckt. Die Blätter sind zusammengesetzt, handförmig, seltener dreilappig und sitzen an langen Blattstielen. Im Herbst nehmen die Blätter eine leuchtende und schöne Farbe an, die allein von der Art abhängt. Die Fühler sind stark verzweigt und umschließen den Träger; Sie können verdickt und zu ovalen Saugnäpfen erweitert werden, die fest am Träger haften. Die Blüten sind klein, in Corymbose-Blütenständen gesammelt, haben keine Antennen und werden in den Blattachseln oder gegenüber den Blättern gebildet. Die Frucht ist eine dunkelblaue oder blauschwarze Beere mit bläulicher Beschichtung, ungenießbar oder ungenießbar.
Wachstumsbedingungen
Jungferntrauben sind eine äußerst dekorative Pflanze, anspruchslos gegenüber den Bodenbedingungen, resistent gegen widrige Wetterbedingungen, winterhart und schattentolerant. Trotz ihrer Schlichtheit können dekorativere Reben nur in intensiv beleuchteten Gebieten mit fruchtbarem, lockerem, mäßig feuchtem und neutralem Boden gewonnen werden. Jungferntrauben sind relativ frostbeständig, in strengen Wintern können die Triebe jedoch gefrieren, erholen sich aber mit einsetzender Wärme schnell. Die Pflanze ist langlebig und praktisch nicht von Schädlingen und Krankheiten befallen.
Fortpflanzung und Pflanzung
Jungferntrauben werden durch Samen, Ableger und Stecklinge vermehrt; Die letzten beiden Methoden sind die effektivsten. Stecklinge können vom Frühjahr bis Mitte Herbst durchgeführt werden. Ich habe Stecklinge aus den verholzten Trieben des letzten Jahres geschnitten. Die optimale Schnittlänge beträgt 10-15 cm. Und jeder Steckling sollte kleine Auswüchse haben; Fehlen sie, wird die Wurzelbildung stark verzögert.
Auch die Vermehrung durch Grünschnitt ist nicht verboten. Die Stecklinge werden in Töpfe oder andere mit Torf-Ton-Substrat gefüllte Behälter gepflanzt. Bis ein gutes Wurzelsystem entsteht, wird die Erde im Substrat in Töpfen regelmäßig angefeuchtet. Das Wurzelmaterial wird im nächsten Frühjahr ins Freiland verpflanzt.
Zur Vermehrung junger Rebstöcke wählt man einen gesunden Trieb von 1, 5 bis 3 Metern Länge und pflanzt ihn in eine 3–5 cm tiefe Furche. Es empfiehlt sich, etwas Torf in die Furche zu geben. Der Steckling wird anschließend eingegraben und mit Holzklammern fixiert. Die Blätter des Stecklings sollten auf der Erdoberfläche bleiben und nicht bedeckt werden. Regelmäßiges Gießen ist für eine erfolgreiche Bewurzelung unerlässlich. Nach 1–2 Jahren werden die bewurzelten Stecklinge von der Mutterpflanze getrennt und umgepflanzt.
Die Vermehrung durch Samen ist ebenso effektiv, aber deutlich arbeitsintensiver. Die Pflege von Sämlingen ist wesentlich zeitaufwendiger als die von Stecklingen oder Absenkern. Am besten sät man frisch geerntete Samen. Diese werden 1–2 cm tief in die Erde gelegt. Vor dem Pflanzen werden die Samen 24 Stunden in Wasser eingeweicht. Bei Aussaat im Frühjahr ist eine Stratifizierung erforderlich. Pflege: Die Pflege junger Rebstöcke ist einfach und beschränkt sich auf seltenes Gießen, Jäten und Auflockern der Erde um die Triebe herum. Düngen fördert das Wachstum der Pflanze. Zwei Düngungen pro Saison genügen: die erste im zeitigen Frühjahr und die zweite im Hochsommer. Da Jungreben schnell wachsen, ist die Rebschere das wichtigste Werkzeug des Gärtners.
Der Erziehungsschnitt sollte ab dem ersten Jahr erfolgen; andernfalls erhält man statt einer schönen Zierrebe nur eine formlose, unansehnliche grüne Masse. Der Pflegeschnitt erfolgt im zeitigen Frühjahr und beinhaltet das Entfernen von erfrorenen, kranken und abgestorbenen Trieben. Der Schnitt wird oberhalb einer gesunden Knospe durchgeführt. Jungreben benötigen eine stabile Stütze. Junge Triebe werden beim Wachsen von Hand an die Stütze gesetzt und in die gewünschte Richtung gelenkt. Krumme und zu dicht stehende Triebe werden entfernt.
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