Knollen-Sauerklee

Der Knollen-Sauerklee (lateinisch: Oxalis tuberosa) ist eine krautige, knollenbildende, mehrjährige Pflanze der Gattung Oxalis aus der Familie der Sauerkleegewächse (Oxalidaceae).

Der hohe Nährwert der Oxalis-Knollen und die Anspruchslosigkeit der Pflanze machen ihren Anbau im rauen Klima der Anden, von Venezuela bis Argentinien, sehr beliebt. Bezüglich des Anbauvolumens steht Oxalis nach der Kartoffel an zweiter Stelle.

Was steckt hinter dem Namen?

Der lateinische Name dieser Pflanze ist unproblematisch, da der russische Name eine wörtliche Übersetzung des lateinischen Namens ist. Sowohl der Gattungsname als auch das Artepitheton „Oxalis tuberosa“ bedeuten also „Knollen-Sauerklee“. Weitaus verwirrender sind die regionalen Bezeichnungen, da die Menschen in den jeweiligen Ländern, in denen essbare Wurzelgemüse angebaut werden, der Pflanze ihren eigenen Namen geben. In Bolivien heißt sie beispielsweise „Apilla“ oder „Apina“. Letztere Bezeichnung ist auch in Peru verbreitet. In Brasilien erinnert sein Name an „Batata“ (Süßkartoffel) und klingt ähnlich wie „Batata-baroa“ oder „Mandioquinha“. In Kolumbien trägt er drei Namen: „Hibia“, „Huasisai“ und „IBI“. In Venezuela sind es vier. In Neuseeland und Polynesien, wo der Knollen-Sauerklee weit verbreitet ist, wird er „Yam“ genannt.

Beschreibung: Die oberirdischen Teile des Knollen-Sauerklees unterscheiden sich kaum von denen seiner Verwandten. Diese niedrig wachsende Pflanze hat gestielte, gefiederte Blätter mit drei herzförmigen, hellgrünen Blättchen, die am oberen Rand eine kleine Kerbe aufweisen. In ungünstigen Klimazonen neigen sie dazu, sich zu neigen und sich beidseitig der Mittelrippe eng aneinanderzulegen. Kräftige Blütenstiele tragen traubenförmige Blütenstände mit kleinen gelben Blüten.

Im Gegensatz zu vielen anderen Arten der Gattung Oxalis besitzt die Knollen-Sauerklee-Variante jedoch einen Stängel. Darüber hinaus befindet sich der Stängel oberirdisch und trägt so zur Bildung kompakter Sträucher bei, wie sie beispielsweise in Neuseeland vorkommen (siehe Foto unten). Außerdem gibt es unterirdische Ausläufer (Stolonen), aus denen nährstoffreiche, stärkehaltige Knollen wachsen, die Kartoffeln ähneln und sich durch ihr leicht scharfes Aroma auszeichnen. Die Farbe der mit fleischigen Schuppen bedeckten Knollen variiert je nach Sorte und kann gelb, violett-purpur, rötlich oder leuchtend rot sein.

Einige Sorten sind nicht nur eine reichhaltige Kohlenhydratquelle, sondern enthalten auch viel Eiweiß und enthalten außerdem Beta-Carotin (Provitamin A), Kalium, Kalzium und Eisen. Und all dieser Reichtum beweist den exquisiten Geschmack und die Vielseitigkeit der Knollen.

Die Knollen können roh verzehrt werden, man kann aber auch auf verschiedene Weise Gerichte daraus zubereiten, ähnlich wie man es bei jedermanns Lieblingskartoffeln kennt.

Die Blätter eignen sich zusammen mit jungen Trieben auch als grünes Gemüse zur Ernährung.

Knollen sind sauer und süß

Einige Oxalis-Sorten enthalten viel Oxalsäure, die für den menschlichen Körper schädlich ist. Dies sind Sorten mit sauren Knollen. Um überschüssige Oxalsäure zu entfernen, werden die Knollen einer speziellen Behandlung unterzogen. Sie werden etwa einen Monat lang in Wasser eingeweicht und dann in der Tagessonne und in kalten Nächten ausgelegt, damit die Knollen vollständig von Feuchtigkeit und Säure befreit werden.

Süße Sorten, die Oxalsäure in geringeren Mengen enthalten, werden nicht eingeweicht, sondern dem Sonnenlicht ausgesetzt, wodurch auch die Säure aus den Knollen verdrängt werden kann, wodurch sie noch süßer werden. Diese Kartoffeln eignen sich nicht nur für Beilagen und Suppen, sondern auch für die Zubereitung süßer Desserts.

Oxalis triangularis (Oxalis).

Oxalis tuberiferous oxalis

Oxalis tuberiferous oxalis

Oxalis tuberiferous oxalis

Oxalis tuberiferous oxalis

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"