Zimtapfel

Der Zimtapfel (Annona reticulata) ist ein Obstbaum aus der Familie der Annonengewächse (Annonaceae). Er wird auch Annona reticulata genannt.

Beschreibung: Der Zimtapfel ist ein kleiner Baum, der selten zehn Meter hoch wird. Seine dunkelgrünen, länglich-lanzettlichen Blätter sind zehn bis zwanzig Zentimeter lang und zwei bis fünf Zentimeter breit. Reibt man ein Blatt kräftig, verströmt es einen sehr angenehmen, zarten Duft.

Die Blüten des Zimtapfels sind recht groß (bis zu viereinhalb Zentimeter im Durchmesser) und duften intensiv. Die Blütenkrone besteht aus zwei Schichten fleischiger Blütenblätter, die innen hellgelb und außen grünlich-gelb sind. Charakteristisch für diese Blüten ist, dass sie sich nie vollständig öffnen. Sie wachsen nicht nur an den Zweigen, sondern auch am Stamm!

Die komplexen Früchte des Zimtapfels sind herzförmig und erreichen einen Durchmesser von acht bis sechzehn Zentimetern. Ihre dicke Schale kann gelb oder braun sein, mit einem leichten rötlich-braunen, rötlichen oder rosafarbenen Schimmer und einem ausgeprägten, filigranen, netzartigen Muster. Das Fruchtfleisch dieser Früchte zeichnet sich durch eine faserige, cremige Konsistenz aus, und im Inneren befinden sich ungenießbare, glänzende, schwarze oder schwarzbraune Samen.

Die Bäume tragen ab dem dritten oder vierten Jahr Früchte, wobei jeder ausgewachsene Baum fünfzig bis hundert Früchte pro Jahr hervorbringen kann. Sie reifen typischerweise im Juli. Wo sie wachsen:

Die Zimtapfel stammt ursprünglich aus den fernen Antillen, doch schon in der Antike, praktisch zu Beginn der Zivilisation, wurde sie erfolgreich in Südmexiko und Mittelamerika eingeführt und gelangte etwas später von Peru aus nach Brasilien. Im 17. Jahrhundert erreichten diese ungewöhnlichen Bäume auch Afrika, von wo aus sie sich rasch über den gesamten Kontinent ausbreiteten. Es ist erwähnenswert, dass Zimtäpfel mittlerweile auch in Indien sowie in einigen südostasiatischen Ländern (darunter den Philippinen, Guam, Vietnam usw.) in kleinen Mengen angebaut werden. Heute sind mehrere verschiedene Sorten dieser Kulturpflanze bekannt.

Verwendung

Diese Früchte werden nicht nur frisch verzehrt; sie werden oft gemahlen und der Füllung von Brandteiggebäck beigefügt (daher der Name „Zimtapfel“). Es gibt auch zahlreiche andere Rezepte für Gerichte mit Zimtapfel, die jedoch hauptsächlich Desserts umfassen.

Diese Früchte sind dafür bekannt, den Stoffwechsel anzuregen und die Verdauung zu verbessern. Ihr hoher Ballaststoffgehalt macht sie hervorragend geeignet bei Verstopfung und einer Reihe anderer Darmprobleme, einschließlich Dysbiose. Jäger in der Silva-Region des Amazonas schätzen Zimtäpfel aufgrund ihrer Fähigkeit, das Sehvermögen zu verbessern. Darüber hinaus enthalten diese Früchte Antioxidantien, die die Netzhaut zuverlässig vor Schäden durch freie Radikale schützen, einer Linsentrübung vorbeugen und den Alterungsprozess des Augengewebes verlangsamen.

Kontraindikationen: Lateinamerikanische Wissenschaftler haben festgestellt, dass übermäßiger Verzehr von Zimtäpfeln das Risiko für Parkinson erhöhen kann. Diese Schlussfolgerung ist sicherlich umstritten, aber wie immer gilt: Alles in Maßen.

Die Kerne des Zimtapfels sind hochgiftig und können schwere Vergiftungen verursachen. Sie sollten daher niemals verzehrt werden! Gelangt der Saft dieser Kerne versehentlich in die Augen, kann dies zu schwersten Sehstörungen bis hin zur Erblindung führen. Schwangere und stillende Frauen sollten diese Früchte ebenfalls meiden.

Zimtapfel oder Tannenzapfen?

Zimtapfel-Creme

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