Myrte

Myrte (lat. Myrtus) ist eine Gattung immergrüner Pflanzen aus der Familie der Myrtaceae. Die Gattung umfasst etwa 40 Arten. Als Heimat der Pflanze gelten Nordafrika, die Azoren und das Mittelmeer.

Früher galten die Zweige der Myrte und ein Kranz aus ihren Blüten als Symbol für Frieden, Stille und Vergnügen.

Merkmale der Kultur

Myrte ist ein immergrüner Baum oder Strauch mit einer Höhe von bis zu 4 m und aufrechten Stämmen. Die Blätter sind oval, ledrig, spitz, bis zu 2–4 cm lang und sitzen auf kurzen Blattstielen. Die Blätter enthalten ätherische Öle, die der Pflanze ein besonderes Aroma verleihen.

Die Blüten sind einzeln, fünf- oder sechsblättrig, rosa, cremefarben oder weiß. Myrte blüht im Frühsommer. Die Frucht ist eine essbare birnenförmige oder runde Beere, meist blau mit einer bläulichen Beschichtung.

Mit dieser Pflanze sind viele verschiedene Legenden verbunden; Die Menschen behaupteten, dass ein Aufguss aus Myrtenblättern ewige Schönheit und Jugend bewahrte. In südlichen Ländern wird Myrte im Freiland angebaut; In Europa und Russland wird es als Zimmerpflanze verwendet.

Wachstumsbedingungen

Die Kultur wird auf beleuchteten und vor Zugluft geschützten Flächen angebaut. Beim Innenanbau von Myrten werden die Pflanzen auf Fensterbänken gehalten, die vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt sind. Die optimale Wachstumstemperatur beträgt im Sommer 20–22 °C, im Winter 10 °C (nicht niedriger). Die bevorzugten Böden sind locker, ohne Verdichtung, gedüngt und angefeuchtet.

Fortpflanzung und Pflanzung

Myrte wird durch Samen und Stecklinge vermehrt. Die Aussaat der Samen erfolgt in Setzlingsbehältern, die mit einem Substrat aus Sand und Torf im Verhältnis 1:1 gefüllt sind. Vor der Keimung werden die Pflanzen mit Glas abgedeckt und in einen Raum mit einer Lufttemperatur von mindestens 20 °C gestellt. Es ist wichtig, die Pflanzen regelmäßig zu gießen und zu lüften. Zugluft ist unerwünscht. Die Triebe erscheinen in 1, 5 bis 2 Wochen. In der Phase zweier echter Blätter tauchen die Sämlinge in separate Töpfe.

Stecklinge von Zimmermyrten werden im Januar-Februar durchgeführt; Myrte wächst im Frühjahr im Freiland. Aus halbverholzten Trieben werden Stecklinge entnommen und dann zu gleichen Teilen in breite, niedrige Behälter mit Rasen- und Blatterde sowie grobem Sand gepflanzt. Vor dem Bewurzeln werden die Stecklinge an einem schattigen Ort unter einer Folienabdeckung aufbewahrt. Um ein gesundes und gut entwickeltes Wurzelsystem zu bilden, ist eine systematische Bewässerung und Belüftung erforderlich. Die Stecklinge wurzeln in etwa 30–40 Tagen und werden anschließend in separate Töpfe gepflanzt.

Die Haltung von Myrte als Zimmerpflanze ist in Russland noch relativ neu und nicht weit verbreitet. Viele halten sie für zu anspruchsvoll, doch das ist ein Irrtum. Die meisten Myrtenarten vertragen das Umtopfen problemlos, was erfahrene Gärtner im Frühjahr empfehlen.

Pflege: Die Pflege von Myrte ist einfach. Regelmäßiges Gießen ist wichtig, da das Laub sonst einen ungesunden Gelbstich annimmt. Düngen Sie während der Wachstumsphase. Zimmermyrten werden im Frühling und Sommer mindestens einmal im Monat gedüngt. Sowohl organische als auch mineralische Dünger eignen sich dafür. Myrte benötigt außerdem einen Formschnitt, der im zeitigen Frühjahr oder beim Umtopfen durchgeführt wird.

Anwendung: Myrte findet nicht nur im Gartenbau und in der Zimmerpflanzenkultur, sondern auch in der Volksmedizin breite Anwendung. Aufgüsse aus den Blättern der Pflanze besitzen nachweislich antibakterielle Eigenschaften. Ätherisches Öl, das aus den Blättern und anderen oberirdischen Teilen der Myrte gewonnen wird, findet Verwendung in der Parfümherstellung.

Was bringt die Myrte ins Haus? Myrte — Zeichen und Aberglaube.

Myrte, Myrte

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