Ilm

Ulme (lat. Ulmus) ist eine lichtliebende Gehölzpflanze aus der Familie der Ulmengewächse. Andere Namen sind Birkenrinde oder Ulme.
Beschreibung
Ulme ist ein sehr schöner Laubbaum mit einer dichten und unglaublich weitläufigen elliptischen oder ovalen Krone. Seine Höhe erreicht manchmal vierzig Meter und der Durchmesser der Stämme beträgt zwei Meter. Die Zweige der Ulme haben weder Dornen noch Dornen, und die ungleichmäßigen, einfachen Wechselblätter dieser Pflanze sitzen auf kurzen Blattstielen.
Ulmenblüten sind klein und eher unscheinbar — sie werden alle in kleinen Büscheln gesammelt. Und die Früchte dieser Pflanze sehen aus wie geflügelte Nüsse, deren Reifung etwa drei bis sechs Wochen nach der Blüte beginnt.
Insgesamt umfasst die Ulmengattung etwa vierzig Arten.
Wo wächst es
Ulme ist in den Bergen des tropischen Asiens sowie in der gemäßigten Zone Europas, Nordamerikas und Asiens weit verbreitet. Dort sind diese Bäume entweder in der Unterzone der üppigen Laubwälder oder im mittleren und südlichen Teil der Unterzone der nicht minder malerischen Fichtenwälder zu sehen. Doch Ulmenplantagen in reiner Form sind äußerst selten. Auf dem Territorium Russlands wachsen unter natürlichen Bedingungen nur sieben Ulmenarten. Es ist übrigens allgemein anerkannt, dass Ulmen vor etwa vierzig Millionen Jahren auftauchten!
Nutzung
Ulme wird im städtischen Landschaftsbau recht aktiv eingesetzt — dieser erstaunliche Baum ist oft auf Straßen, in Parks und Gärten zu sehen. Darüber hinaus eignet es sich gut zum Anlegen spektakulärer Heckenschnitte. Wenn Ulmen in Gruppen gepflanzt werden, ist es wichtig, einen Abstand von zweieinhalb bis dreieinhalb Metern zwischen den Setzlingen einzuhalten. Bei der Pflanzung in Hecken reicht ein Abstand von eineinhalb bis zwei Metern aus. Im ersten Jahr wird die Hecke im Frühjahr und gegen Ende des Sommers geschnitten, in den folgenden Saisons erfolgt der Schnitt vier- bis fünfmal pro Saison.
Unglaublich starkes und gleichzeitig recht zähflüssiges Ulmenholz wird seit langem zur Herstellung verschiedenster gebogener Produkte verwendet. Bast wird auch zur Herstellung von Kisten, Dächern und Schlittenreifen verwendet. Die Rinde gilt als ziemlich guter Rohstoff für die Herstellung von Farben und Gerbstoffen, und die jungen Triebe dieser Pflanze eignen sich hervorragend als Zweigfutter für Nutztiere (Haustiere lieben besonders Rinde und Ulmenblätter). Sie können Brennholz auch aus Ulme ernten — solches Brennholz kann einen recht hohen Heizwert aufweisen.
Wachsen und pflegen
Ulmen gedeihen am besten auf gut angefeuchteten, fruchtbaren Böden, insbesondere auf Schwemmlandböden. Einige Sorten dieses Baumes vertragen zwar relativ trockene Gebiete (im Allgemeinen verträgt Ulme trockenen Boden nicht sehr gut) sowie salzhaltige Böden sehr gut. Was den Standort angeht, fühlt sich dieser Baum sowohl im Halbschatten als auch in der Sonne gut an.
Zierarten un d-formen der Ulme werden in der Regel durch Pfropfen vermehrt, alle anderen Sorten durch Aussaat frisch von Pflanzen im Sommer gesammelter Samen. Sie können Ulmen- und Baumstumpftriebe vermehren.
Ulmen werden regelmäßig von einer Vielzahl von Insektenschädlingen befallen, besonders häufig jedoch von blattfressenden Parasiten wie Ulmenspringschwanz, Ulmenblattkäfer usw. Was verschiedene Krankheiten betrifft, trifft Ulme am häufigsten auf Pilzkrankheiten im Allgemeinen und die Ulmenkrankheit im Besonderen — letztere führt oft zu massiver Austrocknung der Bäume. In diesem Fall werden von einer gefährlichen Krankheit befallene Bäume umgehend gefällt und sofort in Brand gesteckt. Übrigens sind viele amerikanische und europäische Ulmenarten bereits vom völligen Aussterben bedroht!




