Hemlocktanne

Hemlocktanne

Hemlocktanne (lat. Tsuga) ist eine Gattung immergrüner Nadelbäume aus der Familie der Kieferngewächse. Die Gattung umfasst 14 Arten, anderen Quellen zufolge sind es 18 Arten. In der Natur kommt Hemlocktanne in den gemäßigten Breiten Nordamerikas und Asiens vor.

In Russland werden hauptsächlich zwei Arten angebaut: Tsuga diversifolia und Kanadische Hemlocktanne (Tsuga canadensis).

Merkmale der Kultur

Hemlocktanne ist ein bis zu 65 m hoher immergrüner Baum mit einer konischen oder asymmetrisch eiförmigen Krone und hängenden Trieben. Die Rinde ist schuppig, tief gefurcht, braun oder grau. Die Zweige sind nach unten gebogen, oft abgeflacht. Die Blätter sind linealisch-lanzettlich oder flach, zweireihig, leben mehrere Jahre und fallen dann ab. Die Blattspitze ist gekerbt, abgerundet oder scharf, die Vagina fehlt.

Die Knospen sind nicht harzig, rund. Weibliche Zapfen sind länglich oder eiförmig, sitzen auf kurzen Stielen, die volle Reife erfolgt in sechs Monaten, nach der Freisetzung des Samens verschwinden sie oder bleiben an den Trieben. Männliche Zapfen sind rund, einzeln und bilden sich nach 11–12 Monaten. Die Schuppen der Zapfen sind dünn, glatt, ledrig und bei einigen Vertretern der Gattung Hemlock kurz weichhaarig.

Im Aussehen ähnelt die Hemlocktanne der Fichte, insbesondere mit ihrer abgestuften Pyramidenkrone und den herabhängenden jungen Zweigen. Allerdings unterscheidet sich die Hemlocktanne von der Fichte durch ihre Nadeln und andere kleinere Merkmale. Hemlocktanne ist eine Hundertjährige; es gibt Exemplare, die über 100 Jahre alt sind. Pflanzen behalten die Fähigkeit, Früchte zu bilden, bis zu 450 Jahre lang. Alle 3–5 Jahre produziert die Hemlocktanne einen höheren Ertrag an Zapfen. Kultivierte Hemlock-Arten leben etwa 100–150 Jahre.

Wachstumsbedingungen

Hemlocktanne ist eine schattentolerante Kulturpflanze, benötigt im Reifestadium jedoch viel Sonnenlicht. In Bereichen mit völligem Schatten werden die unteren Zweige der Hemlocktanne kahl, dünn und brüchig. Halbschattige Bereiche sind optimal für Pflanzen. Die Böden für den Hemlocktanneanbau sind vorzugsweise locker, feucht und fruchtbar; Auch sandige Lehmböden sind geeignet.

Hemlock hat eine negative Einstellung gegenüber sauren und alkalischen Böden; es akzeptiert leicht saure und neutrale Sorten. Stehendes Wasser wirkt sich negativ auf die Entwicklung der Pflanzen aus, ebenso wie kalte, starke Winde. Bei der Hemlocktanne ist es zwingend erforderlich, den Baumstammbereich zu mulchen. Mulch schützt die Wurzeln vor Überhitzung.

Fortpflanzung und Pflanzung

Die Vermehrung der Hemlocktanne erfolgt durch Samen und Stecklinge. Zierformen können durch Pfropfen vermehrt werden. Die Samen müssen 1–4 Monate lang bei einer Temperatur von 5 °C vorgeschichtet werden. Die Aussaat erfolgt Ende März — Anfang April in Setzlingsbehältern.

Stecklinge werden von September bis November geschnitten. Auch Winterstecklinge sind möglich. Die Setzlinge werden Ende August oder im zeitigen Frühjahr gepflanzt. Das Pflanzloch sollte 70–80 cm tief sein. Der optimale Pflanzabstand beträgt 1–1, 5 m. Hemlocktannen vertragen das Umpflanzen nicht gut.

Pflege

Die Hemlocktanne ist eine feuchtigkeitsliebende Pflanze, daher ist regelmäßiges Gießen unerlässlich. Besprühen ist empfehlenswert, insbesondere bei längerer Trockenheit. Düngen fördert das Wachstum der Hemlocktanne. Sowohl organische als auch mineralische Dünger eignen sich. Auflockern und Jäten sind ratsam. Da die Hemlocktanne langsam wächst, ist ein regelmäßiger Rückschnitt nicht notwendig. Im Winter werden junge Pflanzen mit Fichtenzweigen abgedeckt, um sie vor Frost und Sonnenbrand zu schützen.

Verwendung

Die Hemlocktanne ist eine Zierpflanze, die sowohl einzeln als auch in Gruppen gepflanzt prächtig wirkt. Die Pflanze reagiert empfindlich auf Luftverschmutzung, was ihre Verwendung in der Stadtbegrünung einschränkt, obwohl sie in öffentlichen Parks häufig anzutreffen ist. Die Hemlocktanne eignet sich zur Gestaltung von Ufern künstlicher und natürlicher Gewässer. Sie wird auch zur Anpflanzung von Hecken verwendet, insbesondere da sie sich leicht schneiden lässt.

Hemlocktanne. Nadelbäume der Moskauer Region, Fortsetzung.

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