Thuja

Die Thuja (lateinisch: Thuja) ist eine Gattung immergrüner Nadelsträucher un d-bäume aus der Familie der Zypressengewächse (Cupressaceae). Weitere Bezeichnungen sind Lebensbaum oder Baum des Lebens. Die Gattung umfasst fünf Arten, die in Ostasien und Nordamerika heimisch sind.
Kulturmerkmale
Die Thuja ist ein einhäusiger Strauch oder Baum, der bis zu 70 m hoch werden kann und eine dichte, symmetrische, kegelförmige Krone besitzt. Der Stammdurchmesser variiert zwischen 0, 5 und 6 m. Die Nadeln sind schuppenartig, dicht, kreuzweise angeordnet, gegenständig und an den Trieben anliegend. Junge Nadeln sind weich und nadelförmig. Die Zapfen sind klein, oval oder länglich und mit ledrigen Schuppen bedeckt.
Die Samen sind flach und mit zwei schmalen Flügeln versehen. Die Früchte reifen im ersten Jahr. Die Thuja ist wind- und gasresistent. Bäume und Sträucher lassen sich leicht verpflanzen und vermehren und sind anspruchslos hinsichtlich der Wachstumsbedingungen. Sie werden häufig in Ziergärten und für Formschnitt verwendet.
Anbaubedingungen
Die Thuja ist eine pflegeleichte Pflanze, die am besten in gut durchlässigen, feuchten, neutralen oder leicht sauren Böden gedeiht. Dank ihres flachen Wurzelsystems verträgt sie auch leichte Staunässe und kurzzeitige Überschwemmungen. Längere Staunässe führt jedoch unweigerlich zum Absterben. Die Thuja ist schattentolerant und kommt mit leichtem Halbschatten zurecht. Im dichten Schatten wächst sie spärlich und verliert ihr attraktives Aussehen. Helle Standorte mit indirektem Sonnenlicht sind ideal für den Anbau der Thuja. Die Bodenfruchtbarkeit beeinflusst maßgeblich die Intensität der Nadelfarbe. Ein Pflanzabstand von 3 bis 5 Metern wird empfohlen.
Vermehrung und Pflanzung
Die Thuja lässt sich durch Aussaat, Absenker, Stecklinge und Teilung vermehren. Die Aussaat erfolgt mit frisch geernteten Samen im Herbst oder Frühjahr nach vorheriger Stratifizierung. Die Aussaat garantiert leider keine Pflanzen mit eindeutigen mütterlichen Merkmalen, die daraus entstehenden Pflanzen sind jedoch stets kräftig, gesund und haben ein sehr attraktives und harmonisches Erscheinungsbild.
Die vegetative Vermehrung ist vorzuziehen. Stecklinge eignen sich für fast alle Thuja-Arten, die Bewurzelungsrate variiert jedoch. Die Stecklinge werden im zeitigen Frühjahr (bevor der Saftfluss einsetzt) geschnitten. Auch Sommerstecklinge sind möglich, aber nicht empfehlenswert, da sie nicht immer rechtzeitig vor dem Einsetzen anhaltender Kälte bewurzeln können. Im Winter werden die Stecklinge zum Schutz abgedeckt. Die Anwendung von Wachstumsförderern vor dem Einpflanzen ist ratsam.
Die einfachste Methode ist die Ausbreitung durch horizontale Schichtung; Allerdings sollten Sie bei zukünftigen Pflanzen keine schöne konische Krone erwarten. Sträucher und Bäume fallen oft schief aus, aber bei regelmäßiger Pflege, formgebendem Rückschnitt und Rückschnitt erhalten sie die richtige Krone. Die Verlegung erfolgt im Frühjahr oder Sommer und die Trennung im darauffolgenden Frühjahr. Die Teilung wird nur bei mehrstämmigen kompakten Exemplaren verwendet. Dazu werden die Büsche gehügelt, regelmäßig angefeuchtet und nach der Bildung zusätzlicher Wurzeln werden die Pflanzen geteilt.
Das Pflanzen der Setzlinge erfolgt unmittelbar nach dem Auftauen des Bodens, die Frist endet Anfang Juli. Pflanzmaterial braucht viel Zeit, um eine Anpassungsphase zu durchlaufen und sich auf zukünftiges kaltes Wetter vorzubereiten. Es wird nicht empfohlen, Thuja-Setzlinge ab Mitte August zu pflanzen. Für den Winter werden die Sämlinge mit Fichtenzweigen abgedeckt und der Boden im Baumstammbereich mit organischem Material in einer Schicht von mindestens 20 cm gemulcht.
Pflege
Im ersten Jahr nach der Pflanzung benötigen Pflanzen eine sorgfältigere Pflege. Darüber hinaus benötigen sie eine leichte Beschattung vor direkter Sonneneinstrahlung, da sonst junge Sträucher oder Bäume verbrennen. Zur Beschattung empfiehlt sich die Verwendung eines speziellen reflektierenden Vliesstoffes, auf keinen Fall Kraftpapier. Gießen, Düngen und Beschneiden sind für Thuja wichtig.
Das Beschneiden und Trimmen kann im Frühjahr oder Frühsommer erfolgen. Die erste Fütterung erfolgt unmittelbar nach dem Auftauen des Bodens, die zweite — während des aktiven Triebwachstums, die dritte — Ende August. Vorbeugende Behandlungen gegen Schädlinge und Krankheiten sind nicht verboten. Mögliche Schädlinge der Kulturpflanze sind Borkenkäfer, Zypressen- und Thujablattläuse, Schildläuse und Scheinschildläuse; Unter den Krankheiten sind Bakteriose und Pilzkrankheiten häufig.
Was ist besser: Wacholder oder Thuja?


