Adonis cuculi (Kuckucksblume)
Adonis cuculi Foto
eine mehrjährige, krautige Pflanze mit niedriger, anliegender Behaarung. Der Stängel ist gefurcht, aufrecht, 30–90 cm hoch und im oberen Bereich verzweigt. Die Blätter sind gegenständig, einfach, ganzrandig, kahl und rau; die unteren Blätter stehen in einer grundständigen Rosette, sind breit lanzettlich und verjüngen sich in einen abgeflachten Blattstiel; die oberen Blätter sind schmal lanzettlich und sitzend. Die Blüten sind literiert, zwittrig, sechsblättrig und stehen in einem separaten rispenförmigen Blütenstand; die Blütenblätter sind rosa, manchmal weiß, mit einer vierfach tief gelappten Blattspreite. Die Frucht ist eine Kapsel. Sie blüht von Anfang Juni bis August.
Sie kommt im europäischen Teil der Russischen Föderation, in Westsibirien und im Kaukasus vor. In der Ukraine, mit Ausnahme der Krim, ist diese Pflanze weit verbreitet. Sie bildet gelegentlich dichte Bestände auf feuchten Wiesen, an Sumpfrändern, Waldrändern und zwischen Sträuchern.
Die oberirdischen Pflanzenteile werden medizinisch verwendet. Das Kraut enthält Triterpensaponine (3, 5 %), Spuren von Alkaloiden, Cumarinen, Phenolsäuren, Flavonoiden (Vitexin, Saponaretin, Isosaponarin usw.) und Ascorbinsäure (0, 1 % in den Blättern).

Das Rohmaterial wird während der Blütezeit im Juni/Juli geerntet. Das Kraut wird mit einem Messer oder einer Sichel geschnitten und im Freien oder auf dem Dachboden getrocknet, indem es flach (3–5 cm) auf Zeitungspapier oder Stoff ausgebreitet wird. Es sollte trocken und gut belüftet gelagert werden. Die Pflanze ist nicht lange haltbar.
Sie wirkt blutstillend und antiseptisch. Experimente haben die Wirksamkeit von frischem Saft und Aufgüssen gegen Staphylococcus aureus, Bacillus subtilis und Proteus vulgaris gezeigt. In der Schulmedizin wird die Pflanze bei Nachblutungen nach der Geburt als Extrakt und als Mittel namens Flockula verwendet. In der Volksmedizin wird Kuckuckszunge bei Nierenschmerzen, Gelbsucht, Bronchitis mit starkem Auswurf, Gebärmutterblutungen und anderen Blutungen sowie als rheumatisches und schweißtreibendes Mittel eingesetzt. Bei Unfruchtbarkeit wird das Kraut aufgebrüht und als Tee getrunken. Äußerlich wird ein Aufguss des Krauts zum Waschen offener Wunden sowie für Umschläge bei Furunkeln, Krätze, Geschwüren und Abszessen verwendet.

Rezepte:

1. Aufguss: Zwei Esslöffel des Krauts auf 200 ml kochendes Wasser. Dreimal täglich 1 Esslöffel einnehmen.
2. Aufguss: 40 g des Krauts auf einen Liter kochendes Wasser. Für Umschläge und Waschungen verwenden.
Kuckucksblume (Coronaria flos-cuculi)






