Anguria

Anguria (lat. Cucumis anguria) ist ein Vertreter der Gattung Gurke aus der Familie der Kürbisgewächse. Andere Namen sind Antillengurke oder Horngurke. Wächst in subtropischen und tropischen Regionen Süd- und Nordamerikas.
Merkmale der Kultur
Anguria ist eine einjährige lianenartige Kulturpflanze, die während ihres Wachstums lange, kriechende Stängel bildet, die über die gesamte Oberfläche behaart sind. Die Blätter sind figürlich geschnitzt, hart und mit zahlreichen Ranken versehen. Die Frucht ist klein, zylindrisch, mit Dornen bedeckt und erreicht einen Durchmesser von 3 bis 4 cm. Das durchschnittliche Gewicht der Früchte beträgt 30-50 g. Geschmacklich ähnelt Anguria gewöhnlichen Gurken. Unreife Früchte haben eine grüne Farbe, während reife Früchte gelblich-orange sind. Es werden nur junge Früchte gegessen; im späteren Alter ist Angurie nicht essbar. Kultivierte Anguria-Arten werden als Gemüse- oder Zierpflanze angebaut.
Wachstumsbedingungen
Anguria bringt gute Fruchterträge hervor, wenn sie auf belüfteten, mäßig feuchten und humusreichen Böden wächst. Auch eine erhöhte Luftfeuchtigkeit ist willkommen. Dieser Faktor ist auf die Tatsache zurückzuführen, dass die Blätter der Pflanze eine hohe Verdunstungskapazität haben und ein Wurzelsystem nahe der Bodenoberfläche liegt. Die optimale Temperatur für das Wachstum und die Entwicklung der Antillengurke liegt bei 25–30 °C.
Wenn die Ernte unter günstigen Bedingungen gehalten wird, wird sie selten von Schädlingen und Krankheiten befallen. Die besten Vorläufer der Angurie sind Tomaten, Zwiebeln, Karotten, Getreide und Hülsenfrüchte. Es wird nicht empfohlen, die Ernte nach Vertretern der Kürbisfamilie anzubauen. Anguria hat eine negative Einstellung gegenüber Winden, daher ist es ratsam, auf der Nordseite Mais, Topinambur oder Sonnenblumen anzupflanzen. Pflanzen vertragen keinen Frost, insbesondere wenn sie jung sind.
Sämlinge säen und in den Boden pflanzen
Anguria wird hauptsächlich durch Setzlinge angebaut, vor allem in den Regionen Zentralrusslands. Die Aussaat der Samen erfolgt in Sämlingsbehältern oder separaten Töpfen 25–30 Tage vor der geplanten Verpflanzung ins Freiland, d. h. Mitte oder Ende April. Der Boden des Sämlingsbehälters wird mit kleinen Kieselsteinen bedeckt und anschließend wird eine Schicht fruchtbarer Erde darauf gelegt. Der Boden muss mit einer schwachen Kaliumpermanganatlösung (zur Desinfektion) verschüttet werden.
Vor der Aussaat werden die Samen 15–20 Minuten in einer schwachen Kaliumpermanganatlösung eingeweicht, dann mit warmem Wasser gewaschen und in feuchte Gaze oder einen Lappen gewickelt. Anguria-Samen werden horizontal ausgesät. Die Pflanztiefe beträgt 1, 5–2 cm. Die Pflanzen werden reichlich bewässert, mit Folie abgedeckt und in einen warmen Raum gestellt. Zur Belüftung der Pflanzen wird die Folienabdeckung gezielt entfernt. Mit dem Erscheinen von Eingängen werden Sämlingskästen auf gut beleuchtete Fensterbänke mit Schatten vor direkter Sonneneinstrahlung gebracht.
Eine Woche nach der Aussaat erfolgt die Düngung mit einer Mikroelementlösung, nach 8-12 Tagen mit Mineraldünger. Wenn sich an den Sämlingen Wimpern bilden, wird ein Kneifen durchgeführt. Dieses Verfahren trägt zur Bildung von Seitentrieben bei. Bevor Setzlinge in den Boden gepflanzt werden, benötigen sie eine Stütze, bei der es sich um Zweige handeln kann. Vor dem Pflanzen werden die Sämlinge reichlich gewässert und zusammen mit einem Erdklumpen in das Loch gegeben, wobei darauf zu achten ist, dass das Wurzelsystem nicht beschädigt wird.
Zunächst werden die Pflanzen vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt. Um eine stabile Ernte zu erzielen, wird Angurie im Abstand von 5-10 Tagen gepflanzt, da sich an den Pflanzen zunächst nur männliche Blüten bilden. Der Abstand zwischen den Reihen sollte mindestens 50-60 cm betragen, zwischen den Pflanzen 70-80 cm. Für Anguria ist es wichtig, eine zuverlässige Stütze zu bieten, auf der die Pflanze klettern kann.
Pflege
Die Antillengurke muss vor allem während der Fruchtperiode systematisch gegossen werden. Nicht weniger wichtig ist die regelmäßige Düngung mit Mineraldüngern und flüssigen Lösungen von Mikroelementen. Jäten und Lockern der Reihen ist obligatorisch. Die Früchte werden ständig entfernt, wodurch der Prozess der Neubildung beschleunigt werden kann.




