Ahorn

Ahorn

Ahorn (lat. Acer) ist eine Gattung von Sträuchern und Bäumen aus der Familie der Sapindaceae. Zuvor wurde die Gattung als Mitglied der Familie der Ahorngewächse klassifiziert. In der Natur kommt Ahorn in Nordamerika, Asien und Europa vor.

Die meisten Arten sind in gemäßigten Breiten verbreitet und nur eine Art, der Lorbeer-Ahorn (lat. Acer laurinum), wächst in Ländern mit heißem Klima. In Australien und Südamerika fehlt Ahorn vollständig. In Russland sind etwa 20 Arten weit verbreitet, insbesondere Weißer Ahorn oder Pseudosycamore, Spitzahorn, Feldahorn, Tatarischer Ahorn, Kleinblättriger Ahorn, Flussahorn und Mandschurischer Ahorn.

Merkmale der Kultur

Ahorn ist ein sommergrüner oder immergrüner Strauch oder Baum mit einer Höhe von 5 bis 30–40 m und einer graubraunen Rinde, die mit zunehmendem Alter dunkler wird und Risse bekommt. Die Zweige sind recht kräftig und nach oben gerichtet. Die Blätter sind grün, einfach, handförmig, kahl oder kurz weichhaarig, spitz oder stumpf und mit 3–9 Adern ausgestattet. Bei einigen Arten sind die Blätter zusammengesetzt gefiedert oder zusammengesetzt handförmig. Im Herbst verfärbt sich das Laub gelblich oder orange; nur ein kleiner Teil der Vertreter der Gattung ist das ganze Jahr über grün.

Die Blüten sind orange, gelb, grün, gelbgrün oder rot, duftend oder geruchlos, fünfblättrig und in Corymbose-, Dolden- oder traubigen Blütenständen gesammelt. Ahornbäume blühen im zeitigen Frühjahr, seltener am Ende des Winters, meist dann, wenn die Blätter blühen, manchmal auch früher. Die Frucht ist ein Feuerfisch, der sich 2–6 Wochen nach der Blüte bildet. Während der Reifung teilt sich die Frucht in zwei Fruchtstücke, die jeweils einen Samen enthalten. Samen abgeflacht, kahl.

Wachstumsbedingungen

Fast alle Vertreter der Gattung sind schattentolerant, entwickeln und blühen jedoch besser in intensiv beleuchteten Bereichen. Jede Art der Gattung hat ihre eigenen Ansprüche an die Bodenbeschaffenheit. Spitzahorn bevorzugt beispielsweise fruchtbare, mäßig feuchte und saure Böden; Bartahorn — jeder Gartenboden ohne Verdichtung; Fächerahorn — lehmige oder sandige, fruchtbare, leicht saure Böden; Roter Ahorn — feuchte Böden; Tatarischer Ahorn ist unprätentiös, verträgt sogar salzhaltige Böden; Feldahorn — fruchtbare, nicht zu saure Substrate.

Fortpflanzung und Pflanzung

Ahorn wird durch Samen und vegetativ (Stecklinge, Absenker und Veredelung) vermehrt. Samen werden vor der Aussaat einer längeren Stratifizierung unterzogen. Stecklinge sind ebenfalls geeignet, bewurzeln aber nur selten. Sie werden im Herbst geschnitten und im Frühjahr gepflanzt. Diese Methode empfiehlt sich nur, wenn die Gewinnung von Samen nicht möglich ist. Ahornsamen werden im Herbst unter Glas ausgesät; in diesem Fall benötigen die Samen keine Stratifizierung, da sie diese auf natürliche Weise durchlaufen. Die Sämlinge erscheinen mit Beginn der warmen Jahreszeit.

Die meisten Ahornarten bilden während des Wachstums zahlreiche Wurzelausläufer, die sich ebenfalls zur Vermehrung eignen. Zur Vermehrung durch Absenker wählt man einen unteren, gesunden Trieb, schneidet ihn mit einem sauberen Messer ein, behandelt ihn mit Bewurzelungsstimulanzien und wickelt ihn in feuchtes Sphagnummoos und anschließend in Plastikfolie. Mit der Zeit bilden sich an den Schnittstellen kräftige Wurzeln, das Absenken erfolgt jedoch erst im folgenden Frühjahr. Diese Methode eignet sich am besten für warme Klimazonen. In kälteren Regionen werden die Pflanzschichten in Erdfurchen gelegt.

Pflege

Ahornbäume sind feuchtigkeitsliebend und benötigen regelmäßige und reichliche Bewässerung. Staunässe ist unerwünscht. Bei Trockenheit sollte die Bewässerungshäufigkeit verdoppelt werden. Optimal sind 15 Liter pro Pflanze und Woche. Nach dem Gießen und Jäten sollte der Bereich um den Stamm aufgelockert werden, um Bodenverdichtung zu vermeiden, die das Wachstum der meisten Ahornarten beeinträchtigt.

Ein Formationsschnitt ist nicht erforderlich, ein regelmäßiger Pflegeschnitt sollte jedoch fortgesetzt werden. Winterschutz ist für Ahornarten nicht notwendig, in kälteren Regionen werden junge Pflanzen jedoch mit Fichtenzweigen abgedeckt und der Stammbereich mit Torf oder trockenem Laub gemulcht. Ahornbäume sind resistent gegen Krankheiten und Schädlinge und werden selten von Korallenfleckenkrankheit, Mehltau, Braunfäule usw. befallen.

Verwendung

Ahornbäume sind in der Gartengestaltung weit verbreitet. Sie wirken sowohl in Gruppen- als auch in Solitärpflanzungen prächtig. Zwergformen fügen sich harmonisch in Steingärten wie Fels- und Alpengärten ein. Einige Arten eignen sich für japanische Gärten. Ginalla-Ahorn, Tatarischer Ahorn und Feldahorn werden häufig zur Anlage von Hecken und Windschutzstreifen verwendet.

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