Sternapfel

Sternapfel (lat. Chrysophyllum cainito) ist eine Obstpflanze aus der Familie der Sapotaceae.
Beschreibung
Der Sternapfel ist eine immergrüne, bis zu zwanzig Meter hohe, verholzende Obstpflanze mit abwechselnd angeordneten, ovalen, ledrigen Blättern. Alle Blätter sind ganz, haben spitze Spitzen und können eine Länge von bis zu sechzehn Zentimetern erreichen.
Die Blüten dieser Kultur bilden spektakuläre Blütenstände, von denen jeder fünf bis dreißig Stück umfasst. Die Blütenstände selbst befinden sich in den Blattachseln. Einzeln sind die Blüten eher unscheinbar und klein und ihre Farbe kann entweder violett, gelb oder grünlich sein.
Sternapfelfrüchte zeichnen sich durch eine eiförmige oder kugelförmige Form aus und ihr Durchmesser kann bis zu zehn Zentimeter erreichen. Oben sind sie mit einer grünen oder violett-bräunlichen Schale bedeckt und im Inneren befindet sich sehr süßes, saftiges weißes Fruchtfleisch. Und in der Mitte des Fruchtfleisches befinden sich bis zu acht glänzende dunkelbraune Samen — sie befinden sich in Hohlräumen, die mit einer weichen, gallertartigen Masse gefüllt sind, wodurch beim Querschneiden ein sehr attraktiver sternförmiger Schnitt entsteht. Unreife Früchte gelten als ungenießbar, da sie sehr adstringierend sind. Und das Hauptzeichen ihrer Reifung ist das Erweichen und das Auftreten von Falten auf ihrer Oberfläche.
Den besten Geschmack bieten die Sorten mit einer minimalen Samenanzahl sowie solche mit leeren Samenzellen.
Pflanzen tragen Früchte, je länger sie stehen, desto näher am Äquator sind sie. Am Äquator können sie das ganze Jahr über Früchte tragen, in anderen Klimazonen beginnen sie im zeitigen Frühjahr Früchte zu tragen und enden damit im Frühsommer. Reife Früchte fallen nicht ab, sondern bleiben an den Bäumen hängen und werden daher beim Sammeln vorsichtig zusammen mit kleinen Teilen der Zweige abgeschnitten.
Wo wächst es
Der Sternapfel stammt aus Mittelamerika, wird aber auch in Südamerika (im tropischen Teil) sowie in Indien, Tansania, Indonesien, Westafrika, Malaysia und Vietnam angebaut.
Anwendung
Sternäpfel werden sowohl frisch als auch verarbeitet verzehrt. Sie liefern einen köstlichen Saft und werden häufig Desserts und Kompotten beigefügt. Die Schale dieser Früchte ist jedoch ungenießbar, da sie einen bitteren, milchigen Saft enthält, der dem Saft von Löwenzahn ähnelt. Um die leckere Frucht genießen zu können, muss man sie daher quer aufschneiden und das Fruchtfleisch mit einem Löffel herauslöffeln. Sternäpfel lassen sich problemlos bis zu drei Wochen im Kühlschrank aufbewahren.
Um eventuelle Bitterkeit zu mildern, werden sie oft mit Ananas, Mango oder Zitrusfrüchten kombiniert. Sternäpfel sind ein hervorragendes allgemeines Stärkungsmittel und sehr wohltuend bei Nierenerkrankungen, Anämie und verschiedenen Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Regelmäßiger Verzehr hilft außerdem, Schwellungen schnell zu reduzieren, die Haut zu glätten und das Nervensystem deutlich zu verbessern. Die Früchte enthalten zudem Kalzium, das zur Erhaltung der Muskel-Skelett-Gesundheit beiträgt. Ein Absud der Schale gilt als wirksames Expektorans, und das Fruchtfleisch hat sich bei der Behandlung von Erkältungen aller Art, insbesondere Kehlkopfentzündung, als wirksam erwiesen. Unreife Früchte sind ein wahrer Segen bei Magen-Darm-Beschwerden, und der getrocknete Milchsaft ist ein äußerst wirksames Wurmmittel.
Der relativ niedrige Glukosegehalt macht Sternäpfel für Diabetiker geeignet.
Kontraindikationen: Beim Verzehr von Sternäpfeln können allergische Reaktionen aufgrund individueller Unverträglichkeiten auftreten.


