Schleimbogen

Die Schleimzwiebel (lat. Allium nutans) ist eine mehrjährige Pflanze aus der Familie der Zwiebelgewächse. Ein anderer Name ist herabhängende Zwiebel. Unter natürlichen Bedingungen wächst sie auf Wiesen, felsigen Böden und Steppen West- und Ostsibiriens sowie im Norden Kasachstans.
Ihren Namen verdankt die Pflanze dem Schleim, der beim Brechen der Blätter freigesetzt wird.
Merkmale der Kultur
Schleimzwiebel ist eine krautige Pflanze mit einem dicken, 25–70 cm hohen Stängel, der im oberen Teil mit zwei geflügelten Rippen ausgestattet ist, vor der Blüte herabhängt und während der Blüte gerade ist. Die Blätter sind flach, spröde, zopfartig oder linealisch mit abgerundeten Enden, glatt, mit bläulicher Blüte, bis zu 30 cm lang. Die Blattspreite weist eine leichte spiralförmige Biegung um die Längsachse auf.
Die Zwiebel ist schwach definiert, zylindrisch oder konisch, mit einer dünnen, filmartigen Schale bedeckt und an einem schräg wachsenden oder horizontalen Rhizom befestigt. Der Pfeil ist ohne Hohlraum, hängt im Anfangsstadium der Vegetationsperiode im oberen Teil herab und ist zu Beginn der Blüte aufrecht. Der Blütenstand ist ein kugelförmiger Regenschirm, mehrblütig, kopfförmig, dicht. Die Blütenhülle ist rosa-violett oder rosa, hat eine unauffällige Ader. Die Blütenblätter sind stumpf, länglich-eiförmig und bis zu 4–6 cm lang.
Wachstumsbedingungen
Für den Anbau von Schleimzwiebeln werden gut durchfeuchtete und fruchtbare Böden bevorzugt, da die Blätter sonst einen unangenehm scharfen Geschmack annehmen und sehr rau werden. Die Kultur sollte nicht auf sauren Böden angebaut werden. Optimal sind lehmige und sandige Lehmböden mit einer reichen Mineralzusammensetzung. Die Pflanze kann bis zu 5-6 Jahre oder länger am selben Ort wachsen. Schleimzwiebel ist lichtliebend und entwickelt sich am besten in stark beleuchteten Bereichen. Die Pflanze ist gegenüber Frühlingsfrösten neutral; Erwachsene Pflanzen können Frösten bis z u-6 °C standhalten.
Fortpflanzung und Pflanzung
Schleimzwiebeln werden durch Samen und durch Teilen des Busches vermehrt. Die zweite Methode ist einfach und effektiv; Bereits im nächsten Jahr nach der Pflanzung erhält man gesundes und schmackhaftes Grün. Die Stecklinge werden im Mai oder Anfang Juni in Reihen im Abstand von 20-25 cm gepflanzt. Die Aussaat im Freiland erfolgt im zeitigen Frühjahr und im Sommer, spätestens jedoch am 1. August. Auf den Graten werden schmale, 1, 5 cm tiefe Rillen gebildet und Samen ausgesät. Pro 10 m werden etwa 15 g Samen benötigt. Wenn drei echte Blätter an den Pflanzen erscheinen, wird eine Ausdünnung durchgeführt. Der Abstand zwischen den Pflanzen sollte 20 cm betragen, zwischen den Reihen 40 cm.
Schleimzwiebeln können auch auf der Fensterbank gezüchtet werden, um grüne Federn zu produzieren. Vor dem Einsetzen stabiler Fröste werden 3-4 Jahre alte Büsche ausgegraben und in separate Töpfe gepflanzt. Nach 25–30 Tagen sind die Zwiebelfedern zum Schneiden bereit. In Zukunft muss die Schleimzwiebel „in Innenräumen“ gegossen und gedüngt werden. Wenn Sie alle Pflegeregeln befolgen, belohnen Sie die Pflanzen mit guten und saftigen Blättern, die zum Verzehr geeignet sind.
Pflege
Die Pflege von Schleimzwiebeln ist Standard. Die Pflanzen werden regelmäßig gegossen, der Boden im Stängelbereich ist gelockert und unkrautfrei. Die Schleimzwiebel ist resistent gegen Schädlinge und Krankheiten und bedarf daher keiner vorbeugenden Behandlung. Die erste Blatternte erfolgt im zweiten Jahr nach der Aussaat, die weiteren nach Erreichen einer Blattlänge von 30 cm. Die Blätter dürfen nicht zu stark wachsen, da sie sonst zu rau und geschmacklos werden. Der letzte Schnitt erfolgt im Oktober, dabei werden auch die entstehenden Pfeile entfernt. Die Kultur steht der Düngung mit Phosphor-, Stickstoff- und Kaliumdüngern (10-15 g pro 1 m²) positiv gegenüber. Organisches Material wird im zeitigen Frühjahr oder Spätherbst sowie nach jedem Schnitt hinzugefügt.


