Pastinake

Die Pastinake (lateinisch: Pastinaca) ist eine Gemüsepflanze aus der Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Sie ist zwei- oder mehrjährig. In freier Natur wächst sie in Gebüschen, auf Berg- und Talwiesen in der Türkei, Europa, dem Kaukasus, dem europäischen Teil Russlands und Westsibiriens.
Heute wird sie weltweit angebaut. Weitere Bezeichnungen sind Pustnarnak, Popovnik, Feldborschtsch, Stol“ye, Kozelki und Weiße Wurzel. Pastinaken sind vielseitig in der Küche einsetzbar, beispielsweise in Wintersuppen und verschiedenen Salaten.
Pflanzenmerkmale
Die Pastinake ist eine krautige Pflanze mit einer fleischigen Wurzel. Der Stängel ist aufrecht, stark gerippt oder gestreift, rau und an der gesamten Oberfläche behaart. Er ist im oberen Bereich stark verzweigt und erreicht eine Höhe von 30–200 cm. Die Blätter sind unpaarig gefiedert und bestehen aus 2- bis 7-lappigen oder grob gesägten, eiförmigen, sitzenden und behaarten Blättchen. Die unteren Blätter sitzen kurz, die oberen sind sitzend und haben eine Blattscheide am Grund.
Die Blüten sind klein, radiärsymmetrisch, fünfzählig und in Dolden mit 5 bis 15 Blütenstrahlen angeordnet. Die Hüllkelch fehlt. Der Kelch ist unscheinbar. Die Krone ist leuchtend gelb. Die Frucht ist ein flach zusammengedrücktes, hängendes Fruchtblatt von rundlicher bis elliptischer Form und gelblich-bräunlicher Farbe. Die Wurzelknolle ist weiß, duftet angenehm und schmeckt süßlich; sie kann verschiedene Farben aufweisen (von rund bis kegelförmig). Die Blütezeit ist Juli/August. Die Früchte reifen im September.
Anbaubedingungen: Pastinaken sind winterhart; die Samen keimen bei Temperaturen von 2–3 °C. Sämlinge vertragen Frost bi s-5 °C, ausgewachsene Pflanzen bi s-8 °C. Die optimale Temperatur für normales Wachstum und Entwicklung liegt bei 15–20 °C. Pastinaken benötigen volle Sonne und vertragen Schatten schlecht. Zu dichte Pflanzung, insbesondere in der Anfangsphase, beeinträchtigt das Wachstum. Pastinaken sind relativ trockenheitsresistent, benötigen aber während der Keimung und des Auflaufens ausreichend Wasser. Plötzliche Wetterumschwünge wirken sich negativ auf die Qualität der späteren Ernte aus. Pastinaken bevorzugen lockere, leichte, lehmige oder sandig-lehmige Böden mit hohem Humusgehalt und neutralem pH-Wert. Tonige, schwere, strukturlose und saure Böden sind nicht empfehlenswert. Ideale Vorfrüchte für Pastinaken sind Gurken, Zwiebeln, Kartoffeln und Kohl.
Bodenvorbereitung und Aussaat
Im Herbst wird die Fläche für den Pastinakenanbau vorbereitet. Der Boden wird umgegraben und mit verrottetem Mist oder Humus versetzt. Eine Woche vor dem Pflanzen werden die Dämme vorsichtig mit einem Rechen gelockert und mit Superphosphat, Kaliumsulfat, Natriumnitrat und Holzasche gefüttert.
Vor der Aussaat werden die Samen 48 Stunden lang in einer Aschelösung (20 g Asche pro Liter Wasser) eingeweicht, anschließend gewaschen und getrocknet. Die Saattiefe beträgt 3-4 cm. Der Abstand zwischen den Reihen sollte 20-22 cm betragen. Um das Auflaufen der Sämlinge zu beschleunigen, wird das Beet mit Feldfrüchten mit Plastikfolie abgedeckt.
Pflege
Wenn an den Sämlingen 2 echte Blätter erscheinen, werden die Pastinaken ausgedünnt. Der Abstand zwischen den Pflanzen sollte etwa 5-6 cm betragen. Die Hauptpflege der Kulturpflanze besteht aus häufigem Lockern, Jäten und seltenem Gießen. Es ist zu beachten: Das Wasser darf nicht im Boden stagnieren, da dies die Qualität der Hackfrüchte beeinträchtigt. Nach dem Ausdünnen werden die Pflanzen mit Harnstoff und nach 20-25 Tagen mit Azofoska gefüttert.
Pastinaken benötigen außerdem vorbeugende Behandlungen und Schädlings- und Krankheitsbekämpfung. Sehr oft ist die Pflanze von Septoria befallen. Die Krankheit äußert sich in Form brauner oder grauer Flecken auf den Blättern, wodurch diese austrocknen und die Schirme schwächer werden. Zur Bekämpfung von Septoria werden Pflanzen mit einer 0, 1 %igen Foundationazol-Lösung besprüht. Das Gefährlichste für Pastinaken bzw. ihre Hackfrüchte ist die Wurzelblattlaus. Die Hauptsymptome sind das Kräuseln der Blätter und das allgemeine Erscheinungsbild der Pflanzen. Zur Bekämpfung von Schädlingen ist eine Lockerung durch Zugabe von gemahlenem Pfeffer zum Boden oder eine Behandlung mit Heptenophos wirksam.
Ernte und Lagerung
Pastinaken werden von September bis Oktober geerntet. Es wird empfohlen, Arten zum Graben zu verwenden. Nach dem Graben werden die Blätter abgeschnitten, die Wurzeln von der Erde befreit, getrocknet und in mit Sand gefüllte Kisten gelegt. Lagern Sie Pastinaken bei einer Temperatur von 1–3 °C. Pastinaken sind im Kühlschrank höchstens einen Monat haltbar, dann verlieren sie ihre ursprüngliche Form. Einige Exemplare werden abgedeckt direkt im Boden belassen und im Frühjahr ausgegraben und verzehrt.
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