Enseta

Enseta (lat. Ensete) ist eine exotische Staude aus der Familie der Bananengewächse, die im Aussehen einer Bananenstaude sehr ähnlich ist.
Beschreibung
Enseta ist eine exotische Pflanze, deren paddelförmige Blätter oft eine Länge von zweieinhalb Metern und eine Breite von siebzig Zentimetern erreichen. Und unter natürlichen Bedingungen gibt es Exemplare mit Blattlängen von zehn bis dreizehn Metern!
Die unter der Erde liegenden Rhizome von Enset sind immer sehr kräftig und ihre verkürzten Stängel haben meist eine knollige Form. Diese Stängel ragen praktisch nicht über die Bodenoberfläche hinaus und produzieren spektakuläre Blätter, die fast über dem Boden spiralförmig angeordnet sind.
Wo wächst es
Enseta kam aus Afrika zu uns: aus dem Nordosten, der Mitte und dem Süden. Man findet ihn an Flussufern und Waldrändern. Generell bevorzugt sie sonnige, offene Standorte. Gelegentlich ist diese Pflanze in schattigen Wäldern zu sehen, aber unter solchen Bedingungen trägt sie schnell keine Früchte mehr und stirbt nach und nach vollständig ab.
Nutzung
In Äthiopien ist Enseta die wichtigste Stärkequelle — sie wird aus Knollen (also Wurzeln) gewonnen. Neben Dessertsorten gibt es jedoch auch dekorative Sorten dieser Pflanze, zum Beispiel die geschwollene Enseta, die oft als „abessinische Banane“ bezeichnet wird.
Wachsen und pflegen
Enset sollte nur an gut beleuchteten Stellen gepflanzt werden — weiches, diffuses Licht ist besonders günstig für die ausgefallenen Blätter. Wenn die Pflanze in einer südlichen Ecke gepflanzt wurde, muss sie vor der Mittagssonne geschützt werden, da direkte Sonneneinstrahlung zu Verbrennungen führen kann. Und im Winter benötigt das lichtliebende Enset zusätzliche Beleuchtung — zu diesem Zweck kann etwa einen Meter davon entfernt eine Leuchtstofflampe installiert werden.
Enseta zeichnet sich außerdem dadurch aus, dass es thermophil ist, was bedeutet, dass das Thermometer im Raum im Sommer auf keinen Fall unter fünfzehn bis zwanzig Grad fallen sollte. Im Winter kann die Temperatur niedriger sein, idealerweise sollte sie jedoch nicht unter zwölf Grad fallen. Und diese Pflanze sollte auf jede erdenkliche Weise vor für sie schädlichen Zugluft geschützt werden!
Verblühendes und trockenes Laub, das das Erscheinungsbild des Ensets merklich beeinträchtigt, sollte rechtzeitig entfernt werden. Was Schädlinge betrifft, kann diese Pflanze von Wollläusen, Blattläusen oder Spinnmilben befallen werden.
Im Herbst beginnt die aktivste Vegetationsperiode der Enseta und zu dieser Zeit benötigt sie mehr denn je reichlich Wasser. Es ist wichtig, nicht zu vergessen, dass die Erdkugel immer gut mit lebensspendender Feuchtigkeit gesättigt sein sollte, die Feuchtigkeit jedoch auf keinen Fall stagnieren sollte — Staunässe im Boden schadet nur.
Für die Bewässerung von Ensets sollten Sie nur warmes, weiches Wasser verwenden, das vorab abgesetzt wurde (mindestens einen Tag lang). Am Ende des Herbstes wird die Bewässerungshäufigkeit un d-menge reduziert und im Winter sollte die Bewässerung im Allgemeinen recht spärlich ausfallen.
Enset muss außerdem häufig besprüht werden. Das zum Sprühen vorgesehene Wasser sollte Zimmertemperatur haben und idealerweise sollte die Sprühflasche in Ordnung sein. Außerdem muss dieses grüne Haustier im Frühjahr mit hochwertigen Mehrnährstoffdüngern gefüttert werden — solche Düngemittel dürfen nicht dem zur Bewässerung vorgesehenen Wasser zugesetzt werden.
Enseta vermehrt sich hauptsächlich durch Samen, es ist jedoch wichtig zu berücksichtigen, dass für ihre erfolgreiche Keimung ein ziemlich hohes Temperaturregime im Bereich von 25 bis 30 Grad erforderlich ist. Wenn diese Pflanze jedoch zu Hause gehalten wird, ist es fast unmöglich, Samen daraus zu gewinnen, weshalb heimische Enseta äußerst selten vermehrt wird.



