Wasabi

Wasabi (lateinisch: Eutrema japonicum) ist eine krautige, mehrjährige Pflanze aus der Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae). Ein anderer Name ist Eutrema japonica oder „Japanischer Meerrettich“.
Beschreibung
Wasabi ist eine krautige, rhizombildende, mehrjährige Pflanze mit einfachen, beblätterten Stängeln, die entweder leicht aufsteigend oder kriechend wachsen. Diese Stängel können bis zu 45 Zentimeter hoch werden.
Die herzförmigen oder runden Blätter des Wasabi haben gesägte Ränder und relativ lange Blattstiele. Die endständigen Blättchen sind typischerweise gelappt, während die Blätter am Stängelgrund größer sind.
Die winzigen weißen Blüten des Wasabi sind mit attraktiven Hochblättern geschmückt und bilden üppige, endständige Trauben. Die eiförmigen Blütenblätter enden in leicht verlängerten Krallen. Wasabi blüht typischerweise im April oder Mai.
Die Frucht ist eine Hülse mit acht Samen.
Wo wächst Wasabi?
Wasabi wächst vorwiegend an Gebirgsflussufern. Heute wird er nicht nur in Japan, sondern auch in Neuseeland, Korea, China, den USA und Taiwan angebaut.
Verwendung
In der Küche wird Wasabi als Gewürz verwendet — dank seiner stark antimikrobiellen Eigenschaften passt er sogar zu rohem Fisch. Besonders gut harmoniert er mit Sushi. Übrigens wurden geriebene Wasabiwurzeln bereits 1396 in der Region Shizuoka verzehrt. Heute ist kaum ein japanisches Gericht ohne dieses wertvolle Gewürz komplett. Wasabi wird oft mit Sojasauce kombiniert. Die japanische Küche verwendet übrigens nicht nur Wasabiwurzeln, sondern auch Blüten und Stängel, die beispielsweise für Tempura verwendet werden.
Zerkleinerte, getrocknete Wasabiwurzeln haben ein recht intensives Aroma. Die Schärfe dieses Gewürzes reizt eher die Nase als die Zunge (anders als bei Chilischoten). Der Geschmack von Wasabi erinnert eher an Senf. Übrigens ist echter Wasabi (oder Hon-Wasabi) derzeit nur in Japan erhältlich. Da er recht teuer ist, wird meist ein Ersatzprodukt aus Meerrettich, Lebensmittelfarbe und verschiedenen Gewürzen verkauft.
Die in Wasabi enthaltenen Isothiocyanate verhindern die allmähliche Zerstörung der Zähne, da sie das Wachstum kariesverursachender Bakterien unterdrücken können. Diese Stoffe helfen auch bei der Krebsbekämpfung. Darüber hinaus ist Wasabi für seine antiasthmatische Wirkung und die Fähigkeit bekannt, die Bildung lebensbedrohlicher Blutgerinnsel zu verhindern. Der Kaloriengehalt von Wasabi kann jedem gefallen und beträgt nur 10 kcal.
Wachsend
Bereits im 10. Jahrhundert begann man mit dem Anbau von Wasabi. In diesem Fall kommen hauptsächlich zwei agrotechnische Methoden zum Einsatz: entweder der Anbau im Garten oder der Anbau in halbgetauchter Form in kaltem Bergwasser. Die zweite Option ist natürlich die bevorzugteste — solche Wurzeln haben einen helleren und angenehmeren Geschmack. Als ideale Temperatur für den Wasabi-Anbau gelten zehn bis siebzehn Grad.
BORONINA — Wasabi (Clip-Premiere, 2019)


