Walnuss

Die Walnuss (Juglans regia) ist eine Baumart aus der Familie der Walnussgewächse.
Beschreibung
Die Walnuss ist ein recht großer Baum, der eine Höhe von bis zu 25 Metern erreichen kann. Seine Stämme können einen Durchmesser von drei bis sieben Metern erreichen. Alle Stämme sind von einer dicken, grauen Rinde bedeckt, und die Äste des Walnussbaums bilden stets eine üppige Krone.
Die unpaarig gefiederten, komplexen, wechselständigen Blätter bestehen aus länglich-eiförmigen Fiederblättchen (zwei bis fünf Paare). Sie blühen gleichzeitig mit den Blüten und erreichen eine Länge von 40 bis 70 mm.
Die kleinen, grünlichen Blüten sind immer zweihäusig. Die männlichen Blüten stehen in hängenden Kätzchen und bestehen aus zwölf bis achtzehn Staubblättern und sechslappigen Blütenhüllblättern. Die sitzenden weiblichen Blüten sind mit doppelten Blütenhüllblättern verwachsen, die wiederum mit den Fruchtknoten verwachsen sind. Sie befinden sich an den Spitzen der einjährigen Zweige in kleinen Gruppen (zwei bis drei Blüten) oder einzeln.
Die Früchte dieser Pflanze sind recht große, einsamige Steinfrüchte, die von einer dicken, grünen, ledrig-faserigen Haut, dem Perikarp, umgeben sind. Die festen, kugelförmigen oder eiförmigen Kerne (die Nüsse selbst) besitzen zwei bis fünf unvollständige Scheidewände. Sobald die Früchte reif sind, trocknet die Haut sofort aus und platzt auf, wodurch die holzigen Schalen mit den essbaren Kernen zum Vorschein kommen.
Walnussbäume blühen im Mai, zeitgleich mit dem Blattaustrieb. Manchmal blühen die Bäume im Juni erneut. Die Früchte reifen im September/Oktober. Jede Frucht variiert in verschiedenen Merkmalen. Typischerweise wiegt eine einzelne Nuss zwischen fünf und siebzehn Gramm, wobei die Kerne 40 bis 58 % des Gesamtgewichts ausmachen.
Diese Pflanze vermehrt sich vegetativ oder durch Samen. Wenn die winzigen Sämlinge ein Jahr alt sind, entwickeln sie kräftige Pfahlwurzeln, die im Alter von fünf Jahren anderthalb Meter und im Alter von zwanzig Jahren dreieinhalb Meter lang sind. Nach drei bis fünf Jahren bilden sich zusätzlich horizontale Wurzeln, die meist zwanzig bis fünfzig Zentimeter tief reichen.
Vermehrung
Walnüsse kommen in Transkaukasien in freier Wildbahn vor. Darüber hinaus gedeiht diese Pflanze gut im Iran, im Tien Shan, im Norden Indiens und im äußersten Norden Chinas sowie im sonnigen Griechenland und Kleinasien. Und in Westeuropa gilt diese Pflanze immer noch als wild.
Wachsen und pflegen
Walnuss gedeiht auf mäßig feuchten, humusreichen Böden mit guter Durchlüftung. Und kalkreiche Substrate sind für diese Bäume generell eine echte Wohltat. Beim Anbau von Walnüssen ist zu berücksichtigen, dass diese Pflanze sehr viel Erde benötigt, da ihre Wurzeln oft vier Meter tief und etwa zwanzig Meter seitlich reichen. Diese Eigenschaft ermöglicht es den Bäumen übrigens, Dürreperioden problemlos zu überstehen.
Doch leider kann die gefährdete Walnuss starken Frösten nicht standhalten — sinkt das Thermometer unter fünfundzwanzig bis achtundzwanzig Grad, beginnen die Bäume zu frieren.
Da die Walnuss sehr unprätentiös ist, bedarf sie keiner besonderen Pflege. Bis die Bäume aktiv Früchte tragen, können Sie in den Reihenzwischenräumen verschiedene Gemüsepflanzen anbauen. Früchte trägt die Walnuss übrigens erst im siebten oder achten Jahr ihres Bestehens. Doch diese Fähigkeit verliert er bis zum Ende seines Lebens nicht. Und der Ertrag dieser Ernte kann manchmal 25 bis 30 Zentner pro Hektar erreichen.



