Ginster

Ginster Ginster

Ginster (lat. Genista) ist eine Gattung von Halbsträuchern, Sträuchern und Lianen aus der Familie der Hülsenfrüchte. Die Gattung umfasst etwa 100 Arten. In der Natur kommen die Pflanzen im Mittelmeerraum, in Nordamerika, Europa, Asien und im Nahen Osten vor.

Häufige Typen und ihre Eigenschaften

*Englischer Ginster (lat. Genista anglica) — die Art wird durch 0, 5–0, 8 m hohe Sträucher repräsentiert. Die Blätter sind dreiblättrig und dicht behaart. Die Blüten sind weißlich oder gelb und in Trauben gesammelt. Vegetationsperiode: von April bis Mitte Oktober. Englischer Ginster blüht von Mai bis Juni, die Blüte dauert etwa drei Wochen. Im dritten Jahr nach der Pflanzung beginnen die Pflanzen Früchte zu tragen. Typische Wachstumsorte in der Natur sind Torfheiden.

*Deutscher Ginster (lat. Genista germanica) — die Art wird durch bis zu 120 cm hohe Sträucher repräsentiert. Die Zweige sind gerade und kurz weichhaarig. Die Blätter sind sitzend, lanzettlich, bis zu 2 cm lang, die Ränder sind bewimpert und kurz weichhaarig und an der Basis mit grünen Stacheln versehen. Die Blüten sind goldgelb, in Trauben gesammelt und befinden sich an den Enden fast jedes Triebs. Der Deutsche Ginster blüht im Juni-Juli, die Blüte dauert 3-5 Wochen. Die Früchte reifen in der ersten oder zweiten Oktoberdekade. Die Fruchtreife erfolgt gleichzeitig mit dem Triebwachstum. Die Samen der betreffenden Art keimen fast nicht; Als Pflanzmaterial werden Grünschnitte verwendet. In der Natur kommt die Pflanze in Wäldern (Kiefern- und Birkenwäldern) im europäischen Teil Russlands und in vielen europäischen Ländern vor. Der Deutsche Ginster kann sich nicht mit kältebeständigen Eigenschaften rühmen und braucht für den Winter Schutz.

*Lydischer Ginster (lat. Genista lydia) — die Art wird durch kriechende immergrüne Sträucher repräsentiert. Sehr dekorativ, ideal für Steingärten und trockene Felswände. Der Lydische Ginster blüht von April bis Juni. Verträgt Fröste bi s-15 °C und benötigt für den Winter Schutz. Typische Wachstumsorte in der Natur sind kalkhaltige und felsige Hügel. Es wird in großen Mengen in Bulgarien, der Türkei und Syrien angebaut.

*Strahlender Ginster (lat. Genista radiata) — die Art wird durch einen geraden Strauch mit einer Höhe von 40–80 cm dargestellt. Die Triebe sind zahlreich, gerippt und haben keine Dornen. Die Blätter sind dreizählig, dunkelgrün und bestehen aus länglichen Blättchen. Die Blüten sind gelb, in kurzen Trauben gesammelt und bilden sich an den Enden der Triebe. Ginster radiata blüht von Mai bis Juni. Die Frucht ist eine ovale, spitze Bohne mit einer Länge von bis zu 1–1, 2 cm, die 1–2 Samen enthält. Die Samen sind dunkelbraun und glänzen und reifen im September-Oktober. Die Vermehrung der betreffenden Art erfolgt durch Samen und Stecklinge. Unter natürlichen Bedingungen kommt Radiata-Ginster auf lehmigen, felsigen Hügeln vor. Sieht in Rabatten und Einzelpflanzungen sowie in Steingärten harmonisch aus.

*Spanische Ginster (lat. Genista hispanica) — die Art wird durch immergrüne Sträucher mit zahlreichen geraden Stängeln repräsentiert, die an der Basis stachelig sind. Die Blätter sind hellgrün, rundlich und dreiblättrig. Die Blüten sind leuchtend gelb, duften und erscheinen an den blattlosen Spitzen der Stängel. Die Frucht ist eine flache Schote mit mehreren Samen. Als Heimat der Art gelten Spanien und Frankreich; Der Spanische Ginster hat sich auch auf der Krim ausgebreitet, wo er allmählich verwildert. Pflanzen blühen im zweiten oder dritten Jahr nach der Pflanzung. Die Blüte hält lange an und kann im Herbst erneut blühen. Die Art ist nicht winterhart, verträgt Fröste bi s-10 °C.

Wachstumsbedingungen

Ginster ist lichtliebend und dürreresistent, wächst gut in stark beleuchteten Gebieten, einige Arten können sich im Halbschatten normal entwickeln. Die Böden für den Anbau der Kulturpflanze sind vorzugsweise felsiger, kalkhaltiger und trockener sandiger Lehm. Stechginster verträgt keine feuchten, sumpfigen und stark sauren Böden. Ginster ist relativ frostbeständig, in kalten Wintern frieren die Triebe jedoch an der Bodenoberfläche fest.

Fortpflanzung und Transplantation

Die Aussaat von Ginstersamen erfolgt im Herbst oder Frühjahr. Samen benötigen keine vorherige Schichtung. Die Triebe erscheinen ungleichmäßig; nach der Aussaat vergehen ca. 2-2, 5 Monate. Vor dem Auflaufen ist es wichtig, regelmäßig zu gießen und Unkraut zu entfernen.

Stecklinge sind eine effektivere Möglichkeit, Ginster zu vermehren. Die Stecklinge werden im Juni geschnitten. Die Stecklinge werden in einem Gewächshaus gepflanzt. Vor dem Pflanzen müssen Stecklinge mit Wachstumsstimulanzien behandelt werden. Es ist besser, Ginster im zeitigen Frühjahr oder August zu verpflanzen.

Pflege

Die Pflege besteht aus Standardverfahren für alle Ziersträucher bzw. Jäten, Auflockern des Bodens im Baumstammbereich, seltenem Gießen und hygienischem Beschneiden. Die meisten Stechginsterarten benötigen keinen formenden Besatz, da sie recht kompakte Formen haben. Zu alte Exemplare werden einem Anti-Aging-Schnitt unterzogen. Alle Arbeiten mit Ginster sollten mit Handschuhen durchgeführt werden, da die Pflanzen giftige Stoffe enthalten (Sidetein, Anagyrin, Spartein, Cytisin und Methylcytisin).

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