Kiwano

Kiwano (Cucumis metulifer) ist eine krautige Kletterpflanze aus der Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae). Ihre Frucht ist auch als Horngurke oder Afrikanische Gurke bekannt. Diese Pflanze wird sowohl als Gemüse als auch als Zierpflanze verwendet.
Beschreibung
Kiwano kann drei bis sechs Meter lang werden und ist eine elegante Kletterpflanze, die sich in zahlreiche, schlanke, facettierte Triebe verzweigt. Trotz ihrer Dünne sind diese Triebe erstaunlich robust.
Kiwano-Blätter ähneln Gurkenblättern, sind aber in der Regel etwas kleiner. Alle Blättchen sind charakteristisch steif behaart und fünflappig. Während des Wachstums dieser Pflanze bilden sich um sie herum spezielle Netze, die sich mit der Zeit mit Laub füllen.
Blühende Kiwano-Sträucher sind über ihre gesamte Länge mit unzähligen kleinen gelben Blüten bedeckt. Diese Blüten öffnen sich morgens, ihre volle Pracht entfalten sie jedoch erst gegen Mittag.
Die Frucht dieser Pflanze ähnelt einer Miniaturmelone mit einer ledrigen, zähen und ungenießbaren Schale, die mit weichen Stacheln bedeckt ist. Diese Stacheln können rötlich, orange oder gelb sein. Das gallertartige Fruchtfleisch ist grünlich und dicht mit hellgrünen oder weißen Samen besetzt, die bis zu einem Zentimeter lang werden können. Die Frucht selbst ist in der Regel nicht länger als fünfzehn Zentimeter. Ihr Inneres ist durch weiche Adern und Trennwände in mehrere Segmente unterteilt.
Der Geschmack von Kiwano-Früchten erinnert an Banane, Gurke oder Melone. Manche Feinschmecker schwören jedoch auf den Geschmack dieser Früchte, der an Avocado und Kiwi mit Limette erinnert. Ihr Aussehen ähnelt etwas Kastanien. Bei guter Pflege kann ein einzelner Kiwano-Baum etwa zweihundert Früchte pro Saison tragen.
Anbaugebiete: Kiwano wird hauptsächlich in Israel, Neuseeland, Mittelamerika und Kalifornien angebaut. Das Hauptverbreitungsgebiet umfasst auch die tropischen und subtropischen Länder des fernen Südamerikas und das heiße Südafrika.
Anwendung
Kiwano kann sowohl süß (in Kompott, Marmelade usw.) als auch salzig (diese Früchte werden fast genauso eingelegt wie Gurken) gegessen werden. Diese Früchte sind eine hervorragende Ergänzung zu Salaten — besonders gut schmecken sie, wenn man ihr Fruchtfleisch mit Pfeffer und Salz in Zitronensaft mischt. Kurz gesagt, Kiwano kann nicht nur als Obst, sondern auch als Gemüse bedenkenlos verwendet werden. Und das interessante Aussehen der Früchte macht sie zu einer hervorragenden Dekoration für die unterschiedlichsten Gerichte.
Kiwano wird häufig allen Arten von Fruchtgetränken sowie Milch- oder Fruchtcocktails zugesetzt. Diese Frucht selbst enthält übrigens ziemlich viel Wasser — auf 100 g ihres Gewichts kommen etwa 88, 97 g Wasser.
Und da diese Frucht kalorienarm ist, wird sie aktiv in verschiedenen Diäten zur Gewichtsreduktion sowie in der therapeutischen diätetischen Ernährung eingesetzt. In der Regel überschreitet der Kaloriengehalt pro 100 g Obst 44 kcal nicht.
Kiwano ist sehr reich an verschiedenen Mikroelementen und Vitaminen und gilt daher zu Recht als hervorragende Quelle nützlicher Verbindungen. Diese Frucht ist besonders in der kalten Jahreszeit nützlich. Dank der Anwesenheit von B-Vitaminen und Vitamin C ist Kiwano ein ausgezeichnetes Stärkungsmittel. Auch für Menschen mit Magen-Darm- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen würde der Verzehr dieser Früchte nicht schaden. Kiwano-Saft ist ein unverzichtbares Hilfsmittel bei der Heilung von Wunden und Verbrennungen.
Kiwano wird in der Kosmetik nicht weniger häufig verwendet: Es ist ein wesentlicher Bestandteil vieler Masken für Körper und Gesicht. Besonders bewährt hat sich Kiwano-Saft, der oft mit Joghurt, sowie Honig und anderen nicht minder wohltuenden Inhaltsstoffen für die Haut kombiniert wird.
Kiwano-Verkostung



