Rizinuspflanze

Die Rizinuspflanze (lateinisch: Ricinus) ist eine Zierpflanze aus der Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae). Ihren interessanten Namen verdankt sie der Tatsache, dass ihre Samen in ihrer Form einer Eidechse ähneln.

Die Rizinuspflanze ist eine sehr große und hohe einjährige Pflanze. Ihre Sträucher können zwei bis drei Meter hoch werden, erreichen aber meist nicht mehr als zwei Meter. Die Stängel sind verzweigt und aufrecht, in der Regel innen hohl und rot, rosa, violett oder sogar fast schwarz gefärbt. Die großen, handförmig gefiederten Blätter der Rizinuspflanze haben fünf bis zehn Lappen und können 20 bis 60 Zentimeter lang werden.

Die Blüten der Rizinuspflanze sind sehr klein und eher unscheinbar, mit einer charakteristischen rötlichen, weißen oder cremefarbenen Färbung. Sie stehen in recht dichten, traubenförmigen Blütenständen. Die Früchte der Rizinuspflanze sind kugelförmige Kapseln, die entweder stachelig oder unbewehrt sein können. Diese Kapseln erreichen oft einen Durchmesser von drei Zentimetern.

Die reifen, ovalen Samen sind meist an der Unterseite abgeflacht und an der Oberseite stärker gewölbt. In der Mitte jedes Samens verläuft eine feine Längsnaht.

Vorkommen

Der Rizinusstrauch stammt vermutlich aus dem fernen Afrika. Heute ist er in Indien, Iran, China, Argentinien, Brasilien und einigen afrikanischen Ländern weit verbreitet. Darüber hinaus wird er in Ägypten seit über viertausend Jahren erfolgreich kultiviert!

Verwendung

In der Landschaftsgestaltung wird der Rizinusstrauch entweder als Solitärpflanze im Rasen (wo er als Blickfang dient) oder in kleinen, lockeren Gruppen gepflanzt. Eingebettet zwischen den Blättern verleihen die ungewöhnlichen Früchte dem Strauch ein besonders dekoratives Aussehen! Rizinussträucher werden hauptsächlich wegen des wertvollen Öls angebaut, das aus ihren Samen gewonnen wird — diese enthalten 40 bis 60 Prozent eines hochfetthaltigen Öls. Dieses Öl kann sowohl medizinisch (wie das bekannte Rizinusöl), beispielsweise als Abführmittel, als auch industriell verwendet werden — die Anwendung hängt vom Extraktionsverfahren ab. Aus den Fasern des Rizinusstängels werden außerdem haltbare Jutesäcke und Seile hergestellt.

Und wir dürfen auf keinen Fall vergessen, dass ausnahmslos alle Teile von Rizinusbohnen gefährliche giftige Verbindungen enthalten! Das heißt, diese Pflanze ist nicht nur für Tiere, sondern auch für den Menschen giftig!

Wachsen und pflegen

Es wird empfohlen, Rizinusbohnen an relativ feuchten, warmen und sonnigen Standorten mit nährstoffreichen Böden (idealerweise entweder Schwarzerde oder gut gedüngte sandige Lehmböden) anzupflanzen.

Bei heißem Wetter müssen Rizinusbohnen reichlich gegossen werden, und kurz bevor die Bildung anmutiger Blütenstände beginnt, können Sie diese kräftige Pflanze mit gutem Stickstoffdünger füttern.

Da Rizinusbohnen längere Kälteperioden und Fröste nicht vertragen, ist auch dieser Umstand nicht von der Hand zu weisen.

Rizinusbohnen werden hauptsächlich durch Samen vermehrt — sie werden Anfang März in Gewächshäusern ausgesät, wobei zwei oder drei Samen in jeden Topf gegeben werden. Und die Sämlinge werden einzeln in Töpfe umgepflanzt und auch in Gewächshäusern aufgestellt. Es ist sinnvoll, Rizinusbohnen im Freiland anzupflanzen, wenn die Gefahr auch leichterer Fröste vollständig vorüber ist und beim Pflanzen von Setzlingen unbedingt ein Abstand von 1 — 1, 2 m eingehalten werden muss!

☘️ Rizinuspflanze — Pflanzen und Pflege, Anbau von Rizinusbohnen aus Samen; Rizinusbohne

Rizinusbohne

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