Wacholder

Wacholder (lat. Juniperus) ist eine Gattung von Nadelbäumen und Sträuchern aus der Familie der Zypressen. Die Pflanze ist als Heidekraut bekannt. In einigen Quellen findet man den Namen Archa.
Unter natürlichen Bedingungen wächst Wacholder auf der Nordhalbkugel von den Subtropen bis zur Arktis. Die ostafrikanische Wacholderart (lat. Juniperus procera) ist nur in Afrika verbreitet. Typische Wachstumsorte sind Berge, Wälder, Felshänge, Klippen usw.
Merkmale der Kultur
Wacholder ist ein immergrüner Strauch oder Baum mit kahlen Knospen, die oft von verkürzten und angedrückten Blättern umgeben sind, mit Ausnahme des Steinobstwacholders (lat. Juniperus drupacea) — die Knospen dieser Art sind mit zahlreichen dichten Schuppen bedeckt. Die Blätter sind linealisch-lanzettlich, nadelförmig, in Wirteln oder paarweise gegenständig gesammelt, oben mit einem Spaltöffnungsstreifen sowie einer geteilten oder ungeteilten Mittelrippe ausgestattet, die fest an die Läufe gepresst ist. Es gibt drei Arten weiblicher Ährchen, männliche Ährchen sind einzeln oder in mehreren Stücken in den Blattachseln der letztjährigen Triebe gesammelt. Der Kegel ist kugelförmig, mit fleischigen, dicht geschlossenen Schuppen, öffnet sich nicht, enthält 1-10 Samen.
Wachstumsbedingungen
Wacholder ist eine unprätentiöse Kulturpflanze, die sich durch eine hohe Trockenheitsresistenz auszeichnet. Die Pflanzen sind anspruchslos gegenüber den Bodenverhältnissen, entwickeln sich aber am besten auf leichten, lockeren, nährstoffreichen und mäßig feuchten Böden. Wacholder verträgt keine salzhaltigen, stark durchnässten und sumpfigen Böden. Die Kältetoleranz ist bei allen Arten unterschiedlich. Es gibt Arten, die sich normalerweise nur in subtropischen Klimazonen entwickeln.
Fortpflanzung und Pflanzung
Wacholder wird durch Samen, Stecklinge und Schichten vermehrt. Stecklinge gelten als die effektivste Vermehrungsmethode. Der Wurzelanteil der Stecklinge hängt von der Dauer des Eingriffs, der Art und Art des Schnittmaterials ab.
Gewöhnlicher Wacholder und einige seiner Sorten zeichnen sich durch eine hohe Wurzelfähigkeit aus (normalerweise bis zu 70-90 %). Wacholderstecklinge können das ganze Jahr über gepflanzt werden, aber Gärtner halten die Frühjahrsstecklinge (April-Mai) für die besten. Wurzelstecklinge in Gewächshäusern oder unter Folie.
Sie können die Stecklinge auch im Februar ernten, jedoch nachdem die starken Fröste abgeklungen sind. Die optimale Wurzeltemperatur liegt bei 23–25 °C; erhöhte Temperaturen sind unerwünscht. Der Untergrund muss regelmäßig, mindestens einmal täglich, angefeuchtet werden. Streulicht ist eine wichtige Voraussetzung für eine normale Wurzelbildung.
Kriechende Wacholder-Sorten werden schräg, andere hingegen senkrecht gepflanzt. Die Stecklinge benötigen 50–70 Tage zum Bewurzeln und werden anschließend an ihren endgültigen Standort verpflanzt. Die Behandlung der Stecklinge mit Wachstumsförderern erhöht die Bewurzelungsrate deutlich, insbesondere bei halbverholzten Stecklingen von einjährigen Trieben.
Die Pflanzung der Jungpflanzen erfolgt im April/Mai. Es empfiehlt sich, Jungpflanzen in spezialisierten Baumschulen zu erwerben. Das optimale Alter für die Jungpflanzen liegt bei 3–4 Jahren. Die Pflanzung sollte mit Wurzelballen erfolgen. Das Pflanzloch wird im Herbst oder zwei bis drei Wochen vorher vorbereitet. Nach dem Pflanzen wird die Erde um den Stamm herum großzügig gewässert und mit verwelktem Laub oder Torf 10–12 cm tief gemulcht. Die weitere Pflege der Jungpflanze besteht aus regelmäßigem Besprühen der Krone. Pflege: Wacholder sind im Allgemeinen anspruchslos. Sie benötigen gelegentliches Gießen und Düngen sowie regelmäßiges Jäten des Stammbereichs. Düngen erfolgt im zeitigen Frühjahr. Hierfür eignen sich Nitroammophoska und verrottetes organisches Material. Die Pflanze reagiert positiv auf eine Kronenbesprühung, die alle 10–15 Tage durchgeführt wird. Wacholder benötigen keinen Rückschnitt, ein hygienischer Rückschnitt ist jedoch zulässig. Bei Wacholder mit ausladenden Kronen empfiehlt es sich, diese im Winter mit Bindfaden zu sichern, da sonst schwerer Schnee die Äste brechen kann. Nur Jungpflanzen (die ersten 1–2 Jahre) benötigen einen Winterschutz. Die Pflanze ist resistent gegen Krankheiten und Schädlinge, daher sind vorbeugende Behandlungen nicht notwendig.
Wacholder-Sorten un d-Typen. Nadelgehölze
Wacholder (Juniperus)



