Schwarze Walnuss

Schwarznuss (lat. Juglans nigra) ist ein Vertreter der Walnussgattung der Walnussfamilie. In der Natur kommt die Art hauptsächlich in Nordamerika vor. Typische Lebensräume sind Mischwälder.
Merkmale der Kultur
Schwarznuss ist ein bis zu 40 m hoher Laubbaum mit einem Stamm, der mit schwarzer, tief zerklüfteter Rinde bedeckt ist. Die Blätter sind grün, zusammengesetzt, gefiedert, wechselständig und bestehen aus 11–23 Blättchen. Die Blätter sind länglich-eiförmig oder elliptisch, haben ungleiche, scharf gezahnte Kanten und eine abgerundete Basis und haben einen scharfen balsamischen Duft. Die Blüten sind zweihäusig und windbestäubt. Weibliche Blüten werden in Ähren oder Büscheln gesammelt, während männliche Blüten in komplexen Blütenständen — Kätzchen — gesammelt werden, deren Länge zwischen 6 und 12 cm variiert. Mitte Mai blüht in der mittleren Zone die Schwarznuss.
Die Frucht ist birnenförmig oder kugelförmig, hellgrün, kurz weichhaarig mit Drüsenhaaren und erreicht einen Durchmesser von 3, 5 bis 5 cm. Die Schale der Frucht ist dick, fleischig und reißt, wenn sie reif ist. Die Nuss ist eiförmig oder rund, zur Spitze hin spitz, dunkelbraun oder schwarz und hat eine dicke Schale. Der Kern ist mittelgroß, ölig und essbar. Die Ernte beginnt 6-9 Jahre nach der Pflanzung Früchte zu tragen. Die Früchte reifen Ende September bis Mitte Oktober. Auf einer Achse bilden sich bis zu 5 Früchte.
Wachstumsbedingungen
Der Anbau von Schwarzwalnüssen in Zentralrussland ist problematisch, da die Pflanzen hohe Ansprüche an die Bodenbeschaffenheit und den Standort stellen. Schwarznuss ist eine lichtliebende Kulturpflanze, aber ihre Farbtoleranz steht der von Graunuss und Walnuss in nichts nach. Die Pflanze ist thermophil, die optimale Temperatur für Wachstum und Entwicklung liegt bei 22-24 °C. Schwarznuss ist nicht frostbeständig, obwohl Botaniker herausgefunden haben, dass einige Vertreter kurzfristigen Frösten bis z u-38 °C standhalten. Die Kultur steht Frühlingsfrösten negativ gegenüber, insbesondere bei jungen, unreifen Pflanzen.
Schwarznuss ist relativ dürreresistent (im Vergleich zu mandschurischer Nuss und Walnuss). Verträgt kurzfristige Überschwemmungen ruhig. Die Böden sind vorzugsweise neutral oder leicht alkalisch, fruchtbar und locker. Das Vorhandensein von Phosphor- und Kaliumdüngern im Boden ist willkommen. Schwarznuss verträgt keine sauren, salzhaltigen und sumpfigen Böden sowie Böden mit hohem Stickstoffgehalt. In Gebieten mit Stickstoffüberschuss verlangsamen Pflanzen ihr Wachstum, haben vor der Kälte keine Zeit zum Reifen und werden dadurch durch Frost geschädigt. Schwarznuss braucht Schutz vor kalten Winden. Der Anbau von Pflanzen im Flachland ist äußerst unerwünscht.
Bepflanzung und Pflege
Das Pflanzloch für Schwarznuss wird 14-20 Tage vor der geplanten Pflanzung vorbereitet. Die Tiefe und Breite des Lochs hängen von der Größe des Wurzelsystems des Sämlings ab. Die Wurzeln einer jungen Pflanze sollten frei im Loch platziert werden, dies wirkt sich positiv auf das weitere Wachstum und den Allgemeinzustand aus. Der Grube müssen Phosphor- und Kaliumdünger, Holzasche und Humus zugesetzt werden. Düngemittel dürfen nicht mit dem Wurzelsystem in Berührung kommen und müssen daher vor der Ausbringung gründlich mit der obersten Erdschicht vermischt werden. Der Sämling wird in das Loch abgesenkt, mit der Hälfte der Erde bedeckt, reichlich angefeuchtet und nach 5-10 Minuten mit der restlichen Erde versetzt, anschließend verdichtet und mit organischem Material gemulcht.
In jungen Jahren muss die Schwarznuss regelmäßig gegossen werden. Erwachsene Pflanzen benötigen bei längerer Dürre, während Phasen aktiven Wachstums und Blüte reichlich Feuchtigkeit. In der zweiten Sommerhälfte wird die Bewässerung reduziert; Dies ist notwendig, um das Nusswachstum rechtzeitig abzuschließen, das Holz zu reifen und es auf anhaltende Kälte vorzubereiten. In trockenen Sommern ist zum Zeitpunkt der Fruchtbildung auch Feuchtigkeit notwendig. Eine Lockerung des Baumstammkreises ist willkommen. Sanitärbesätze sind erforderlich, formgebende Besätze sind optional. Beim hygienischen Beschneiden werden trockene, kranke und erfrorene Äste entfernt. Auch verdickende Äste werden herausgeschnitten.
Bewerbung
Schwarze Walnusskerne werden in der Küche und in der Medizin verwendet. Kerne werden vor allem in der Süßwarenindustrie häufig verwendet. Es ist bekannt, dass die Kerne reich an Ascorbinsäure, Tanninen, organischen Säuren, Carotinen, Vitaminen und Flavonoiden sind. Nüsse sind häufig Bestandteil von Nahrungsergänzungsmitteln und Heiltinkturen. Schwarznussholz wird zur Herstellung von Möbeln, Fußböden, Wandpaneelen, Hubschrauber- und Flugzeugpropellern, Waffenschäften und Musikinstrumenten verwendet.


