Litschi

Litschi (lat. Litchi chinensis) ist ein blühender Obstbaum aus der Familie der Sapindaceae.

Geschichte

Im II. Jahrhundert. BC e. Die alten Chinesen aßen Litschis mit großer Freude. Einer der vielen Legenden zufolge war Wu Di, der große chinesische Kaiser, sehr verärgert und wütend über den gescheiterten Versuch, diese südchinesische Pflanze in den Anbau in Nordchina einzuführen, woraufhin alle Gärtner hingerichtet wurden.

Nach einiger Zeit begann man auch in den Nachbarländern mit dem Anbau von Litschis. Und mittlerweile ist es in Südostasien eine der beliebtesten Früchte.

In Europa wird Litschi erstmals Mitte des 17. Jahrhunderts erwähnt. Und die chinesische Pflaume wurde dank Juan Gonzalez de Mendoza als wunderbare Frucht bezeichnet, der feststellte, dass diese Frucht einer völlig magenfreundlichen Pflaume ähnelt, die in absolut jeder Menge verzehrt werden kann.

Beschreibung

Litschi ist ein immergrüner Baum mit einer eher ausladenden, üppigen Krone, deren Höhe zehn bis dreißig Meter (durchschnittlich fünfzehn Meter) erreicht.

Paripinnate (gelegentlich können sie auch unpaarig gefiedert sein) zusammengesetzte Blätter bestehen aus vier bis acht Blättern mit spitzen Spitzen, die sich durch eine lanzettliche oder längliche eiförmige Form auszeichnen. Auf den Oberseiten sind die gesamten Blattspreiten in dunklen Grüntönen bemalt und glänzen, auf der Unterseite sind sie meist graugrün.

Litschiblüten sind mit grünlichen oder zartgelben Kelchen ausgestattet, haben keine Blütenblätter und werden in unglaublich üppigen und erstaunlich schönen schirmförmigen Blütenständen gesammelt, von denen jeder eine Länge von siebzig Zentimetern erreichen kann. In diesem Fall fallen fast immer die meisten Blüten jedes Blütenstandes ab und aus den verbleibenden Blüten entwickeln sich nur drei bis fünfzehn Früchte.

Die ovalen Früchte dieser Kultur zeichnen sich durch relativ geringe Größen aus: Ihre Länge reicht von zweieinhalb bis vier Zentimetern. Die rote Schale dieser Früchte ist dicht mit unzähligen spitzen Tuberkeln übersät, das geleeartige helle Fruchtfleisch lässt sich leicht von der Schale lösen und hat einen angenehm süßlichen Geschmack mit einer unaufdringlichen Weintönung. Die bizarren Litschi-Früchte sind leicht adstringierend und ähneln im Geschmack entfernt den bekannten Weintrauben. Und in der Mitte jeder Frucht befindet sich ein ovaler, dunkelbrauner Knochen.

In der subtropischen Zone werden Litschis normalerweise im Mai oder Juni geerntet.

Anwendung

Litschis werden meist frisch verzehrt oder zu allerlei Süßspeisen verarbeitet (köstliches Eis, Gelee usw.). Geschält und mit Zucker konserviert, wird die Frucht heute in die meisten Länder der Welt exportiert. Manchmal wird sie aber auch zur Herstellung von traditionellem chinesischem Wein verwendet.

Ganze Litschis werden auch getrocknet; ihre Schale wird dabei sehr hart, und das getrocknete Fruchtfleisch mit dem Kern lässt sich in allen getrockneten Litschis leicht bewegen. Diese interessanten Früchte werden übrigens oft auch als Litschinüsse bezeichnet.

Litschis sind sehr reich an Vitamin C sowie an wertvollen Pektinen und Kohlenhydraten. Die Frucht enthält außerdem eine beachtliche Menge an Vitamin PP (Nikotinsäure), das aktiv der Entstehung von Arteriosklerose vorbeugt.

In der Volksmedizin sind diese Früchte auch beliebt — sie gelten als hervorragendes Mittel gegen Husten und stark vergrößerte Mandeln. In Indien werden zu Pulver gemahlene Litschisamen gegen verschiedene Darmbeschwerden eingesetzt, während sie in China als Schmerzmittel und gegen verschiedene Arten von Neuralgien verwendet werden.

Anbau

Litschi gedeiht am besten in subtropischen Klimazonen mit sehr kühlen und relativ trockenen Wintern. In äquatorialen Klimazonen mit höherer Luftfeuchtigkeit trägt sie in der Regel keine Früchte. Die Pflanze sollte in fruchtbaren und gut bewässerten Boden gepflanzt werden. Die Vermehrung erfolgt entweder vegetativ oder durch Sämlinge. Alle Litschibäume zeichnen sich durch extrem langsames Wachstum aus. Sämlinge tragen erst im achten bis zehnten Jahr Früchte, bei vegetativer Vermehrung erst nach vier bis sechs Jahren.

LITTSCHI — Wie isst man sie, wie schmeckt diese exotische Frucht?

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