Lagenaria (lateinisch: Lagenaria)


Lagenaria (lateinisch: Lagenaria) ist eine Gemüsepflanze; eine einjährige Pflanze aus der Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae). Sie wird oft Flaschenkürbis, Indische Gurke, Kalebassenkürbis oder Topfkürbis genannt. Die Gattung umfasst sieben Arten krautiger Kletterpflanzen, die vorwiegend in tropischen Regionen der Welt vorkommen. Die Pflanze stammt ursprünglich aus Indien.

Wissenswertes: Alte chinesische Manuskripte belegen, dass Lagenaria lange Zeit als Königin der Pflanzen galt. Sie wurde in den Gärten chinesischer Kaiser angebaut, nicht zum Kochen, sondern zur Herstellung haltbarer Gefäße für Dinnerpartys besonders hochrangiger Würdenträger. Die Fruchtwände sind sehr dicht und fest; sie sind resistent gegen Mikroorganismen und verrotten nicht, anders als andere Pflanzen der Kürbisgewächse. Lagenaria war bei afrikanischen Völkern äußerst beliebt. Das Gemüse wurde zur Herstellung von Geschirr, Schnupftabakdosen, Schmuck, Schöpfkellen und sogar der berühmten afrikanischen Trommeln verwendet. Überraschenderweise wurde die Lagenaria-Frucht auch als Affenfalle verwendet. Man schnitt ein kleines Loch in die Frucht, füllte sie mit Reis und befestigte die Falle an einem gut sichtbaren Ort. Affen, die auf der Suche nach Futter waren, steckten ihre Hände in das Loch, sammelten den Reis ein und drückten ihn in ihre Fäuste, konnten ihn aber nicht mehr herausziehen.

Kulturmerkmale

Die Lagenaria ist eine kriechende Pflanze mit einem behaarten Stängel mit deutlich abgegrenzten Rändern, der bis zu 15 Meter lang werden kann. Die Blätter sind fünfeckig und gewellt. Die Blüten sind recht klein, zweihäusig (männlich und weiblich), weiß, haben eine radförmige Blütenkrone und befinden sich in den Blattachseln. Die Blüten öffnen sich nur nachts. Große Blüten verströmen einen unangenehmen Geruch. Die Frucht ist kürbisförmig und kann länglich, rund, birnenförmig oder flaschenförmig sein.

Die Lagenaria ist eine schnellwüchsige Pflanze, die 15–25 cm pro Tag zulegt. Unter günstigen Wachstumsbedingungen und bei richtiger Pflege können die Früchte der Lagenaria bis zu 2 m, manchmal sogar 2, 5 m hoch werden. Die Pflanze ist sehr dekorativ und ein Blickfang in jedem Garten. Eine Sorte der Lagenaria, die vietnamesische Zucchini, wird derzeit in Russland weit verbreitet angebaut.

Wachstumsbedingungen: Lagenaria bevorzugt helle Standorte, idealerweise mit Südwest- oder Südausrichtung. Fruchtbare, lockere, neutrale Böden mit hohem Humusgehalt sind wünschenswert. Saure und staunässe Böden sind ungeeignet.

Lagenaria ist eine Kletterpflanze; Es kann entlang von Zäunen, Hauswänden oder in der Nähe von Pavillons gepflanzt werden. Die günstige Temperatur für normales Wachstum und Entwicklung liegt bei 25–27 °C. Die Pflanze ist nicht kältebeständig; es verträgt selbst mildeste Fröste nicht und stirbt ab. Die besten Vorläufer von Lagenaria sind Hülsenfrüchte, Kartoffeln und Kohl.

Fortpflanzung, Samensammlung und Pflanzung

Lagenaria wird nur durch Samen vermehrt. Um Samen zu sammeln, verwenden Sie die ersten Früchte, die zusammen mit dem Stiel entfernt und bis Ende Oktober — Anfang November in einem warmen Raum gelagert werden. Anschließend werden die kernhaltigen Früchte mit einer Bügelsäge geschnitten, die Samen ausgewählt und in Papiertüten verpackt.

Die Samen müssen vor der Aussaat gekeimt werden, da sie ohne Vorbehandlung nicht schlüpfen können, da sie eine ziemlich harte Kruste haben. Die Samen werden einen Tag lang in Wasser eingeweicht und dann 7–10 Tage lang in feuchtes Sägemehl gelegt.

In den südlichen Regionen wird die Kultur durch Aussaat von Samen im Freiland angebaut, in den nördlichen Regionen nur durch Setzlinge. Zum Züchten von Setzlingen werden spezielle Töpfe verwendet, in die die Samen gesät werden. Die Aussaat erfolgt in der zweiten oder dritten Aprildekade. Die Saattiefe beträgt 3 cm. Die ersten Triebe erscheinen in 1-2 Wochen. Die Sämlinge werden Ende Mai bis Anfang Juni nach dem 100*100 cm-Muster im Freiland gepflanzt. Die Bodentemperatur zum Zeitpunkt des Pflanzens der Sämlinge sollte mindestens 12 °C betragen.

Vor dem Pflanzen wird das Loch großzügig mit Wasser übergossen, der Sämling hineingelassen, mit Erde bestreut, erneut gegossen und mit improvisierten Mitteln mehrere Tage lang beschattet. Damit die Feuchtigkeit möglichst lange nicht verdunstet, wird der Boden im Stängelbereich mit Torf oder Humus gemulcht. In kühlen Nächten werden die Pflanzen mit einem speziellen Schutzmaterial abgedeckt.

Pflege

Zusätzlich zu den Standardverfahren umfasst die Pflege von Lagenaria das Einklemmen des Mittelstamms und der Seitentriebe, wenn diese 2 Meter erreichen. Schwache Triebe und Eierstöcke werden vollständig entfernt. Diese Technik fördert die Bildung größerer Früchte. Während der Blüte benötigen Pflanzen zusätzliche Bestäubung durch weibliche Blüten.

Bei der Düngung, die auch für die Kultur notwendig ist, wechseln sich organische Düngemittel mit mineralischen ab. Lagenaria wird täglich gegossen, außer bei Regen. Zur Unterstützung der Kultur ist ein Strumpfband erforderlich. Ist dies jedoch nicht möglich, werden Bretter oder Steine ​​unter die Pflanzen gelegt, um sie vor dem Eindringen von Schnecken und der Entstehung von Fäulnis zu schützen.

LAGENARIA IST EINE EINZIGARTIGE PFLANZE/RIESIGE ESSBARE ZUCCHINE.

Lagenaria lagenaria

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